Chronik: Wie Eva W. in 150 Tagen LTE-sensibel wurde (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 14.04.2013, 19:01 (vor 2321 Tagen)

Nachfolgend die Entwicklungsgeschichte, wie Frau Eva W. zunächst noch undramatisch das aufkommende LTE kommentierte, bis hin zu dem Tag, an dem sie LTE für sich zur Lebensgefahr erklärt. Die Chronik beginnt am 17. Juli 2012 und endet am 21. Februar 2013. Alle Texte sind Originalzitate aus einer lückenlosen Folge von Postings, in denen sich Frau W. zu LTE äußerte.

17. Juli 2012: Im übrigen warte ich immer noch darauf, dass aufgrund der Einführung von UMTS das GSM abgeschafft wird!! Stattdessen gibt es nun noch zusätzlich LTE.

28. Juli 2012: Ich weiß wovon ich rede, denn Mobilfunk setzt mir zu. Ich umschreibe nun ein wenig, indem ich sage, ich hatte einen wunderbaren Tag in meinem Haus und Garten. Ich genoss ihn - wie erlöst - wahrscheinlich der letzte dieser Art in meinem Leben, es sei denn, es wird in absehbarer Zeit nach LTE die vierte Generation auf meinen Mast kommen.

1. September 2012: Bei mir ereignet sich auch immer derselbe Witz am Telefon: "Na, was macht die Strahlung heute? Schlecht oder gut bestrahlt? Lagst du wieder in deiner güldenen Decke?" Da ist allerdings der einzige Witz dabei, dass ich in letzter Zeit darauf immer Magenschmerzen bekam! Einen dieser Witzbolde habe ich, nach unendlicher Geduld, aus Notwehr endgültig abgeschafft. Zur Strafe habe ich LTE bekommen!

10. Oktober 2012: Übrigens habe ich wiederum an meinem Befinden gemerkt, dass LTE zugeschaltet wurde. Lt . T-Mobile hatte ich erst Ende d.J. damit gerechnet.

25. Oktober 2012: Dass ich da genau in der 200 Grad Sektorantenne weg vom Mastes lief, wusste ich nicht, bis ich nach Wochen die Antennenpläne in der Hand hatte und sah, dass UMTS aufgerüstet wurde. Mittlerweile kam auch noch LTE hinzu. Die Basisstation wurde seit Anbeginn um das über 10-fache verstärkt.

31. Oktober 2012: Es dürfte nicht sein, dass es mir viel schlechter im Freien geht, desgleichen nicht, dass ich nun nach Inbetriebnahme von zusätzlich LTE im Freien noch stärkeren Schwindel habe. Es dürfte nicht sein, dass ich auf dem Weg zum Bus bereits ca. 20-30m am Mast vorbei bin, weg von meinen häuslichen Erdleitungen, aber ziemlich genau in der 80 Grad Sektorantenne, einen Blackout bekomme und mich am Zaun wiederfinde. Es dürfte nicht sein, dass ich an meinem Befinden merke, dass die Antenne aus sein muss und ebenso nicht, dass ich an meinem Befinden merke, dass wohl LTE in Betrieb genommen wurde, obwohl ich dies erst Ende des Jahres erwartete.

1. November 2012: Im August dann musste ich teilweise wieder 3 Rettungsdecken drunter und 3 drüber haben, also dazwischen liegen. Dann fragte ich nach und erfuhr, dass LTE in Betrieb ging. Darauf habe ich weder gewartet, noch meine Antennen ausgefahren, denn ich glaubte wirklich an die Aussage, dass es erst Ende des Jahres angeschaltet wird.

22. November 2012: Geduckt nimmt man es hin, dass es einem mit Aufrüstung von LTE noch miserabler geht als schon zuvor [...]!

16. Januar 2013: Seit August 2012 ist an meiner Basisstation LTE in Betrieb. Ich merkte dies an einer Verschlechterung meines Befindens. Die Nachfrage bei der Stadt München ergab, dass ich mit meiner Annahme LTE sei ans Netz gegangen recht hatte.

Als Neujahrsgeschenk haben wir nun wohl hier noch eine größere Auslastung. Dies bedeutet zu den sowieso schon großen Beschwerden noch Brennen der Haut in einem Maße als wäre Feuer darunter. Starke Schmerzmittel! Es ergeben sich Blasen, worauf sich eine Stelle außer rot auch noch schwarz verfärbte. Dies geschieht an Stellen, die der Strahlung ausgesetzt sind. Z.B. liegt man rechts, betrifft es die linke Seite und umgekehrt. Rettungsdecken, Rettungsdecken, das einzige was mildert. Doch was macht man mit dem Gesicht? Man ist versucht starke Sonnenschutzmittel aufzutragen, was natürlich Unsinn ist. Und was macht man mit den Augen?

Dazu dieses ständige Vibrieren, Kopfdröhnen etc.!

22. Januar 2013: Die mich betreffende Basistation:
Systematisch wurde GSM statt ursprünglich 10W auf 23W pro Kanal erhöht.
Dann kam UMTS dazu, das von 20W systematisch auf 32W pro Kanal erhöht wurde.
Also insgesamt 55W

Die Leistung von LTE liegt bei 51W und das zusätzlich pro Kanal. Also gegenüber den bisherigen Techniken fast das Doppelte. Von Anbeginn an wurde die Antenne (Sektor) also um das über 10-fache verstärkt.

21. Februar 2013: Ich habe an meinem Befinden gemerkt, dass LTE in Betrieb gegangen sein muss. Dies hat sich bestätigt. Die nunmehr verstärkten Beschwerden habe ich den Behörden gemeldet. Zeitweise versuche ich in bis zu 6 Rettungsdecken ein wenig zu schlafen. Es stellt sich stellenweise ein starkes Brennen ein, starker Schwindel und Benommenheit, Herzbeschwerden, Vibrieren, Stiche, unsäglicher Kopfschmerz und Kopfdröhnen usw. in noch nie dagewesener Form. Wenn dies tagelang anhält - es ist wohl je nach Sendeleistung verschieden, das kann aber unsereiner nicht beurteilen - ist es unerträglich! Es tritt von einer Minute auf die andere auf und da besteht m.E. Lebensgefahr. Sofort um Rettungsdecken rennen, das Mittel der Wahl!

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Kommentar: Frau W. versucht durch ernsthafte anekdotische Fallschilderungen seit Jahren als glaubwürdige "Elektrosensible" in Erscheinung zu treten. Sie weiß, dass mit bloßem Behaupten heute kein Blumentopf mehr zu gewinnen ist. Zentraler Punkt Ihrer Fallschilderungen sind daher stets vermeintlich verblüffend treffsichere Darlegungen von überzeugenden Zusammenhängen. Im Fall der LTE-Einführung versucht sie einem glauben zu machen, sie hätte nichts vom tatsächlichen Termin der LTE-Einführung bei ihr gewusst, habe jedoch die Einführung an ihrem schlechter werdenden Befinden festgestellt und die von ihr vermutete Inbetriebnahme sei ihr nachträglich amtlich sogar bestätigt worden. Das klingt zunächst glaubwürdig, wird durch die Chronik oben jedoch nicht untermauert. Dazu muss man wissen, LTE hat sich unter überzeugten "Elektrosensiblen" den Ruf erarbeitet, besonders belastend zu sein. Bei Frau W. dauerte es gut vier Monate nach Inbetriebnahme, ehe sie explizit am 16. Januar 2013 erstmals die angeblichen Folgen von LTE auf ihr Wohlbefinden konkretisierte. Doch rund 150 Tage Inkubationszeit sind für jemanden, der vorgibt, quasi bei Feldeinwirkung schnellstmöglich unter Rettungsdecken hechten zu müssen, eine unerklärlich lange Zeit. Dies trifft selbst dann zu, wenn man die erste (noch undramatische) Erwähnung von Beschwerden am 10. Oktober 2012 nimmt (immerhin noch rd. 50 Tage).

Die hohe Treffsicherheit von Frau W. beim Benennen von Inbetriebnahmedaten ist ebenfalls leicht zu erklären. Es bedarf dazu in München keinerlei Fähigkeit der EMF-Wahrnehmung, sondern nur eines PCs mit Browser, und diese Webadresse: http://maps.muenchen.de/rgu/mobilfunkstationen

Dort kann sich Frau W. jederzeit mit dem aktuellen Ausbaustand "ihres" Standorts (Adresseingabe: Von-Kahr-Str. 61) vertraut gemacht haben. Denn im Gegensatz zur EMF-Datenbank der BNetzA ist die Münchener Datenbank gesprächiger und benennt als jüngstes Betriebsanzeigedatum, was mit hoher Sicherheit nur LTE sein kann, den 27. Juli 2012. Wiederinbetriebnahme (nach LTE-Aufrüstung) war dann ein paar Tage später in der KW 34, also irgendwann zwischen 20. und 24. August, was wundersamerweise gut mit den nachträglichen Angaben von Frau W. überein stimmt. Nachträglich deshalb, weil Frau W. weder im August, noch im September 2012 über LTE-Beschwerden klagte. Damit begann sie zaghaft im Oktober 2012, das Inbetriebnahmedatum "August" (2012) nennt sie erstmals am 1. November 2012 - da hat sie vermutlich in die Münchener Datenbank geschaut und fing plötzlich an, rückwirkend (unter drei Rettungsdecken) massiv an LTE zu leiden.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
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