Sich der Plausibilität entziehen (Allgemein)

ES, Freitag, 06.02.2009, 19:54 (vor 4894 Tagen) @ H. Lamarr

Wer wie Frau Birgit S. solche Sätze einem Journalisten in die Feder diktiert, und es gibt dazu noch etliche andere Beispiele, der provoziert förmlich derartige Minitests mit Null Anspruch auf Wissenschaftlichkeit. Aber selbst diese kleinen Schnelltests, die nur ein von den Betroffenen geschildertes Szenario (... ich spüre Handys) drastisch nachbilden, bestehen die Personen nicht. Schlimmer noch: Die Geschichten über solches Versagen bei Minitests werden von den Betroffenen einfach ignoriert, meines Wissens hat sich noch kein Extrem-ES öffentlich dazu geäußert. Und ich werde mir mit Sicherheit nicht das Buch von Frau S. kaufen, nur um dort vielleicht auf drängende Fragen die längst fälligen Antworten zu finden.

Ich bin nicht hier um diese oder andere persönliche Begebenheiten zu evaluieren, obgleich ich manchmal den Eindruck habe, Sie möchten, dass ich es kommentiere (oder andere mit ähnlichem Problem).
Falls es die Frau ist, die im Wald wohnt, wird sie unter gering belasteten Bedingungen andere Reaktionen zeigen, als auf einer Konferenz mit entsprechend verstrahlder Umgebung. Ich hatte bereits geschrieben, dass ich es für unsinnig halte, in solcher Situation überhaupt einen (Basis-)"Test" durchzuführen.

Mir sind diese "Tests" suspekt und ich weiß bis jetzt noch nicht wirklich wo ich das einordnen soll.

Für solche Tests braucht es keine Ethikkommission. Analogie: Ich spüre keine Hitze, behauptet einer...

Abwegiges Beispiel.

Ich dagegen wüßte nicht ob es nun einen Mehrwert hätte, bei eine Pollenallergiker-Versammlung mitten im blühenden Feld eben mal unbemerkt eine Tüte Pollen in die Luft zu stauben und wenn jemand reagiert, sag ich hey, war nur mal so ein kleiner Test am Rande ob ihr das auch noch merkt...

Habe ich mal einen TV-Bericht dazu gesehen, da hatte einer die halbe Mauer abgetragen, um einen manipulierten Mikrowellenofen in die Nische zu stellen. Wäre für mich eine strafrechtlich relevante Handlung, vorausgesetzt die Immission wäre grenzwertüberschreitend (>10 W/m²). Spannender aber wäre der Fall, dass jemand seinen Nachbarn unter Grenzwert bestrahlt, mit sagen wir mal 1 W/m². Rein rechtlich wäre dies wohl zulässig. Dennoch sträuben sich mir bei diesem Gedanken alle Nackenhaare. Wäre vielleicht ein aufsehenerregender Präzedenzfall zum gezielten Anheizen der Grenzwertdiskussion. Ich meine, "man" müsste sowas mal zum Schein machen, also so tun, als ob man jemanden mit einem manipulierten Mikrowellenofen gezielt bestrahlt hat - und dann schauen, wie die Obrigkeit damit umgeht. Der "bestrahlte" Nachbar müsste mitspielen und so richtig Rabatz machen, damit die Polizei den sichergestellten Mikrowellenofen auch messtechnisch untersuchen lässt. Vorsorglich würde ich bei einem Notar zuvor eine Erklärung hinterlegen, dass das Ganze nur ein Manöver ist, um in Erfahrung zu bringen, wie die staatlichen Organe (Polizei, Justiz) damit umgehen. Das wäre dann womöglich was für Stern tv.

Ihre "Ideen" und Aussagen sind öfters ganz schön am Limit, das muss man Ihnen lassen.

Wo sehen Sie die Unterschiede, wenn man davon ausgeht, dass die von ES gemachten Aussagen zutreffend sind und eigentlich nur bestätigt werden müssen?

Bitte noch einmal neu formulieren, ich weiß nicht worauf Sie hinaus wollen.

Lesen Sie die beiden letzten Sätze, doch einfach noch mal nacheinander.

Ich möchte dazu noch ein Beispiel bringen, das mir schon länger im Kopf umhergeistert und nichts mit der Epilepsie-Sache von wuff zu tun hat.

Es ist eher der Vergleich von Minderheiten zur Reaktion auf (alltägliche) Situationen im direkten Vergleich mit der Mehrheit.
Seit ich (3D)PC-Spiele kenne wird im Vorspann eine kurze Meldung zu epileptischen Anfällen angezeigt.
Kürzlich habe ich dazu gelesen, dass die Anfälle, durch recht schnell aufeinanderfolgende, kontraststarke Bildeinblendungen ausgelöst werden können. Da dies alle Altersklassen der dafür anfälligen Minderheit anspricht, versucht man insbesondere bei Kinderfilmen, Sequenzen dieser Art zu vermeiden oder auszusortieren.
Projeziert man dieses Verhalten auf die Mobilfunkindustrie bzw. die Grenzwertsetzung, sieht die Sache ganz anders aus, auch wenn die (stark) negativ reagierende Minderheit ähnlich gering sein mag, vom Gesamtrisiko mal ganz abgesehen.

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"Allzu oft muss es erst richtig schlecht werden, bevor es besser wird..."


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