Schwenk zum Personendosimeter ESM-140 (Allgemein)

Kuddel, Freitag, 25.04.2008, 20:34 (vor 4736 Tagen) @ H. Lamarr

Genau dieses Thema plagt mich im Zusammenhang mit dem Personendosimeter ESM-140. Ich dachte bislang, dass die Fernfeldregel (Messentfernung > 4 x Lambda) nur dann greift, wenn Leistungsflussdichte gemessen und daher zwei Vektoren multipliziert werden (S = E x H). Im Nahfeld stünde der E-Vektor nicht mehr senkrecht zum H-Vektor --> Messfehler.

Soweit richtig, der Mindestabstand hängt vom Antennengewinn/Richtcharakteristik ab. Bei Antennen mit Richtwirkung ist die Fernfeldbedingung erst in einem größeren Abstand erfüllt. Logarithmisch periodische Antennen (z.B. HF35c) haben eine signifikante Ausdehnung und Richtwirkung und benötigen deshalb einen größeren Abstand, als die Miniaturantenne des Dosimeters. Für letztere reicht bereits ein Abstand von weniger als 1 Wellenlänge. Außerdem kann ein Dosimeter am Oberarm auch durch den Körper/Körperteile abgeschattet werden. Daher haben m.M.n. die Dosimeterwerte eher "orientierenden" Wert und es kommt nicht sowieso so sehr auf Präzision an.

.. der Körper des Trägers wirkt als Antenne.

Nein, das Gerät wird eine eingebaute Breitband-Minaturantenne haben, sonst würde es nicht im Freifeld funktionieren (siehe Datenblatt: +/-2dB im Freifeld, +/-4dB am Arm)

Da frage ich mich, was misst das Gerät bei einem Handygespräch, also im Uplink (der ja separat zum Downlink erfasst wird).

Das wird auch davon abhängen, ob das Dosimeter am "Handyarm" befestigt ist oder nicht, nahe der Schulter oder doch näher am Ellenbogen. Selbst am Handyarm befestigt sind über 10dB Meßfehler (bezogen auf Handy) schnell drin.

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Freifeld


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