Schwenk zum Personendosimeter ESM-140 (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 24.04.2008, 21:49 (vor 4744 Tagen) @ Kuddel

Es kann nur ein Spitzenwert gewesen sein (in ca 3..5m Abstand). Denn um als Mittelwert 1000uW/m² zu messen, müßten Sie mit der Meßantenne näher als 15 cm an die Station heran. Das ist aber nach den Regeln der Meßtechnik nicht zulässig, weil die Meßgeräte für Fernfeldmessungen konstruiert sind und im Nahbereich (innerhalb weniger Wellenlängen) falsch, bzw i.d.R. deutlich zu viel anzeigen.

Genau dieses Thema plagt mich im Zusammenhang mit dem Personendosimeter ESM-140. Ich dachte bislang, dass die Fernfeldregel (Messentfernung > 4 x Lambda) nur dann greift, wenn Leistungsflussdichte gemessen und daher zwei Vektoren multipliziert werden (S = E x H). Im Nahfeld stünde der E-Vektor nicht mehr senkrecht zum H-Vektor --> Messfehler. Bei einer reinen E- oder H-Feldstärkemessung, dachte ich, dürfte man aber schon näher rangehen, weil da nichts multipliziert wird. Habe ich da was verbuxelt?

Hintergrund der Frage: Das ESM-140 wird am Oberarm getragen, der Körper des Trägers wirkt als Antenne. Da frage ich mich, was misst das Gerät bei einem Handygespräch, also im Uplink (der ja separat zum Downlink erfasst wird). Das Dosimeter selbst ist jedenfalls keine 4 x Lambda vom Handy am Ohr weg. Und wenn der Arm Teil der (Empfangs-)Antenne ist, dann sogar noch weniger. Was meinen Sie: Ist unter solchen Umständen überhaupt eine zutreffende Uplink-Messung möglich?

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Personendosimeter, ESM-140


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