Auch Dworschak betreibt Desinformation (Medien)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 02.05.2007, 11:27 (vor 5753 Tagen) @ AnKa

Wenn irgendwo in Reichweite eines Senders zum Beispiel die Zahl der Krebsfälle steigt, sagt die Statistik: völlig normal, die Zahl schwankt überall. In Bayern ergab eine Erhebung des Krebsregisters, dass in manchen Gemeinden fast dreimal so viele Leute an Krebs erkrankten wie andersow - und das, obwohl es in diesen Gemeinden gar keine Sender gab."

Dieses Argument ist nur vordergründig plausibel, Anka, und nicht das Papier wert, auf das es der Spiegel gedruckt hat. Die Studie des Bayerischen Krebsregisters hat nämlich bei ihrer Betrachtung sämtliche "Sender" im trauten Heim kurzerhand weggelassen (DECT, W-LAN ...), obwohl doch längst klar ist, dass in der Mehrzahl der Fälle diese Winzlinge viel stärker auf die Leute einwirken als die dicken jedoch in aller Regel viele Meter weit weg stehenden Basisstationen des Mobilfunks. Damit mag es zwar durchaus stimmen, dass es in Gemeinden mit ungewöhnlich hoher Krebsinzidenz gar keinen Mobilfunksender gab. Aber: Wer weiß, ob die krank gewordenen Leute neben dem Bett oder Fernsehsessel einen/keinen der Minisender stehen haben? Niemand! Und deshalb zählt das Argument nicht, solange diese Unschärfe nicht geklärt ist.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Krebs, DECT, Desinformation, Medien, Dworschak


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