Schmetterling, was halten Sie davon ... (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 07.04.2007, 16:06 (vor 5782 Tagen) @ Schmetterling

Meines Wissens gibt es keinen einzigen Indikator im Blutbild, der unstrittig eine zurückliegende Funkfeldbelastung anzeigt.


Hier sind wir wieder an dem Punkt. Gibt es Studien dazu?

Derartige Studien gibt es bestimmt (SSK oder ICNIRP fragen), aber aller Voraussicht nach nicht für schwache Funkfelder weit unter Grenzwert - wie sie uns hier interessieren -, sondern eben für starke grenzwertbestimmende Felder.

"...Bei pathologischen Störungen der Erythroprothese, nach Doping und in Folge einer Exposition gegenüber ionisierender Strahlung kann die Anzahl erhöht oder erniedrigt sein..." (spatenpauli für Sie: erhöht oder erniedrigt sein...)

Ja genau das ist ja das Problem, warum die Retikulozytenanzahl als Indikator nicht verlässlich ist. Bei Germann kam das noch deutlicher raus: Er hat doch gefunden, dass es nach langandauernder Feldeinwirkung nicht nur eine mehr oder weniger positiv oder negativ vom Normwert abweichende Retikulozytenanzahl gibt, sondern auch Personen auf dem Normwert bleiben. D. h. es ist offenkundig ein großer Bereich von Minus bis Plus möglich mit allen dazwischenliegenden Abstufungen - das macht die Retikulozytenanzahl zu einem höchst ungenauen wenn nicht sogar völlig unbrauchbaren Indikator für Funkfeldbelastungen.

Also, nix genaues weiß man nicht, weils ganz einfach keine Studien darüber gibt.
Warum nicht?

Eine berechtigte Frage, nur leider an der falschen Stelle und an die falsche Adresse. Was Sie und ich brauchen sind keine persönlichen "Meinungen" zu Ihrer Frage, auch keine lautstarken aber letztlich doch bedeutungslosen Auskünfte durch tendenziös vorgespannte Angstmacher, sondern klare Antworten von verantwortlichen Stellen. Im Klartext: Ihre Frage, nebst Hinleitung zu derselben, sollten Sie an die SSK und/oder an die ICNIRP richten. Von denen sind kompetente Antworten zu erwarten. Auf jeden Fall kommt dabei etwas heraus, denn auch eine ausweichende Antwort ist vielsagend, wenn man dem Sprecher Kompentenz unterstellt. Von Inkompetenten sind dagegen selbst glasklare Antworten nur mit Vorsicht zu genießen - denken Sie nur an so manche Wegauskünfte.

Also Schmetterling, ran an den Speck und mit gezielten Fragen an den richtigen Stellen Fakten schaffen, die wir dann weiter verfolgen können. Stellen Sie sich doch mal vor, die SSK müsse eingestehen, dass es zur Wirkung schwacher Funkfelder aufs Blutbild noch keine oder nur wenige widersprüchliche Studien gibt. Was könnten wir mit so einer Auskunft nicht alles machen! Die kritischen Webseiten, wir inklusive, würden sich fast überschlagen mit Meldungen, dass dies nicht sein dürfte. Eine entsprechende Forderung ließe sich nun gut begründet stellen und wenn so etwas in der Luft liegt machen mit Sicherheit auch ein paar Politiker mit. Und schwupps könnten wir das BfS dazu drängen, bei der Verlängerung des DMF eben eine solche Studie mit ins Portfolio reinzunehmen.

Es muss unter all den Häuptlingen nur einen Indianer oder eine Indianerin geben, der/die nicht bloß palavert, sondern anpackt. Von der Sorte haben wir leider nicht allzuviele in unseren Reihen. Also, wie wär's, wenn Sie Unterstützung brauchen, helfen wir Ihnen gerne, aber es bliebe Ihr Job. Und wir stellen für die Außenwirkung die Plattform zur Verfügung...

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Außenwirkung


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