Ärzte der "Kompetenzinitiative" mit illegaler Website (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 03.11.2018, 14:07 (vor 376 Tagen)

Die Website der "Ärzte der Kompetenzinitiative" steht seit bald zehn Jahren mutmaßlich illegal im Netz, denn ihr fehlt – kaum zu glauben – das Impressum. Die gesetzlichen Vorgaben für die Impressumspflicht sind in § 55 Abs. 1 RStV geregelt. Verstöße dagegen führten in den vergangenen Jahren häufig zu Abmahnungen, die Rechtsauffassungen der Gerichte sind allerdings in dieser Frage nicht einheitlich.

Fragwürdig, weil Schnee von gestern, ist zudem folgende Textpassage, die gegenwärtig <hier> zu finden ist:

Dr. med. Markus Kern Facharzt für Psychosomatische Medizin in Kempten. Mitbegründer und z. Zt. 1. Vorsitzender der Kompetenzinitiative e.V. [...]

Aus dem "Team" der sogenannten Kompetenzinitiative (KO-Ini) ist Markus Kern im April 2018 ebenso ausgeschieden wie dort als Verantwortlicher für den Inhalt der Website im Impressum. Und einen 1. Vorsitzenden hat die KO-Ini gar nicht, laut Satzung wird dieser Verein von nicht weniger als vier gleichberechtigten Vorsitzenden geführt. Wer aus dem "Team" der Vorstände zu den vier Vorsitzenden der KO-Ini zählt ist listigerweise weder im Impressum, noch auf der Teamseite ersichtlich. Transparenz sieht anders aus.

Die "Ärzte der Kompetenzinitiative" sind ein Kind, das 2009 von der sogenannten Kompetenzinitiative vollmundig als "medizinisch-biowissenschaftliches Projekt" aus der Taufe gehoben wurde. Typisches Merkmal eines Projekts: Es ist von Anfang an zeitlich befristet. Heute, nach knapp zehn Jahren, existiert dieses Projekt, im Gegensatz zu einem anderen der "Kompetenzinitiative", noch immer und gibt auf der europäischen Website http://www.aerzte-und-mobilfunk.eu schwache Lebenszeichen von sich.

Kein Lebenszeichen mehr geben die 2013 eingerichtete schweizerische Schwestersite www.aerzte-und-mobilfunk.ch und die deutsche Schwestersite www.aerzte-und-mobilfunk.de von sich, die net-Version www.aerzte-und-mobilfunk.net ist inhaltsgleich zur eu-Version. Beiden überlebenden Sites fehlt das Impressum.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Ko-Ini, Kern, Mediziner, Intransparenz, Impressum

Rückzug aus KO-Ini: Richter und Kern haben an Ludwig übergeben

H. Lamarr @, München, Samstag, 03.11.2018, 14:32 (vor 376 Tagen) @ H. Lamarr

Markus Kern und Karl Richter gründeten im April 2007 gemeinsam die sogenannte Kompetenzinitiative. Nach elf Jahren haben unlängst beide die Verantwortung für den Inhalt ihrer Website http://kompetenzinitiative.net an Peter Ludwig abgegeben, der bisher schon die Geschäftsführung der Initiative wahrnahm. Richter ist weiterhin im Vorstand des Vereins, Kern ist auch dort ausgeschieden.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Richter, Ko-Ini, Kern, Geschäftsführer, Vorstand, Ludwig

Vorstand/Team der Kompetenzinitiative

KlaKla, Sonntag, 04.11.2018, 13:48 (vor 375 Tagen) @ H. Lamarr

Anbei eine Aufzählung derer, die im Vorstand/Teams
der Kompetenzinitiative zum Schutz von Menschen, Umwelt und Demokratie e.V. waren/sind

Da darf anscheinend jeder mal :wink:

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Meine Meinungsäußerung

Ladatio auf Karl Richter zu dessen 80. Geburtstag

H. Lamarr @, München, Sonntag, 04.11.2018, 15:38 (vor 375 Tagen) @ H. Lamarr

"Richter mag Lobhudeleien und steile Etikette nicht", schreibt im Oktober 2016 Richters Ex-Kollege und Anti-Mobilfunk-Mitstreiter Peter Ludwig in seiner Laudatio auf den Jubilar. Wenige Zeilen später lobt er Richters Wirken in der Mobilfunkdebatte dann doch über den grünen Klee:

[...] Aber die Arbeit nimmt in seinen Ruhestandsjahren nicht ab. Richters Wirken trägt seit längerem entscheidend dazu bei, dass eine der drängendsten (und zugleich verdrängtesten) Fragen unserer Zeit mittlerweile auch interdisziplinär wahrgenommen wird.

Ein Sendemast, unweit vom Wohnhaus der Richters, war Anlass, sich in die Forschung zu Auswirkungen steigender Strahlenbelastung einzuarbeiten. Richter ergreift Partei für Betroffene, sieht die eklatanten Widersprüche gegenwärtiger Mobilfunk-Politik, die trotz des verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisstands die herrschenden industriegefälligen Grenzwertbestimmungen dogmatisiert. Damit verbunden sind Fragen von Menschen- und Bürgerrechten, eines zeitgemäßen Gesundheits- und Umweltschutzes, von Einschränkungen und Chancen unabhängiger Forschung, und weitere brisante gesellschaftspolitische Herausforderungen.

So war er lange Zeit Sprecher im Bündnis saarländischer Bürgerinitiativen Mobilfunk. Um den bürgerschaftlichen Einsatz zu verstärken, wurde er im Jahr 2007 Mitbegründer und Vorstand der Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e.V. Die internationale interdisziplinäre Fachinitiative von Wissenschaftlern, Ärzten, Juristen, Technikern setzt sich landes- wie weltweit für ein neues Bewusstsein der Gesundheits- und Umweltrisiken steigender Funkbelastung ein.

Richter appelliert in aktuellen Veröffentlichungen an die Politik und Industrie: „Die Einheit von naturwissenschaftlich-technischer, geisteswissenschaftlich-ästhetischer und demokratischer Kultur ist längerfristig der einzige Garant eines zukunftsfähigen Fortschritts … Wer zum Beispiel Mobilfunkgefährdung verdrängt, um sich schließlich über explodierende Gesundheitskosten zu wundern, hat die wichtigste Frage der Demokratie aus den Augen verloren: Was uns zu Menschen macht und eine menschenwürdige Zukunft ermöglicht!“

Er weiß, dass er sich damit äußerst ungemütlich macht. Deutsche Industrie-Wissenschaftler und Lobbyisten suchen seine Freundschaft nicht. Das Geschäft mit gegenwärtigen Funktechnologien ist ein gigantischer Multi-Milliarden-Markt.
Aber er weiß sich auch inzwischen zahlreichen internationalen wie nationalen KollegInnen unterschiedlichster Fachrichtungen verbunden, die unabhängige Risiko-Forschung und Vorsorgepolitik für dringlich halten. Nicht um Abschaffung des Mobilfunks, sondern um dessen Gesundheits- und Umweltverträglichkeit geht es. Insbesondere die Sorge um die Zukunft, um die jüngeren Generationen, die mit permanenten Strahlenherden - Handys, Smartphones, Tablets, WLAN & Co. - aufwachsen, treibt Richter um. [...]

Kommentar: Naja. Die Schattenseiten des alten Herren sind im IZgMF-Forum hinreichend dokumentiert, ich mag sie jetzt nicht wiederholen. Nur soviel: Wenn ein Literaturprofessor glaubt, in der Mobilfunkdebatte öffentlich mitmischen zu können, dann kommt dabei in etwa dasselbe raus, als wenn ein Nachrichtentechniker glaubt, seine zusammegegoogelte Biografie über Johann Wolfgang von Goethe auf der Frankfurter Buchmesse vorstellen zu müssen. Aus meiner Sicht hätte Richter sich manche tiefe Schramme im Lack seiner Spätkarriere ersparen können, hätte er nicht in fachfremden Revieren gewildert, sondern wäre er bei seinem Leisten geblieben.

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