Forschungsprojekt 3620S72215: Krisenkommunikation (Forschung)

H. Lamarr @, München, Montag, 07.09.2020, 20:13 (vor 821 Tagen) @ H. Lamarr

Die Coronakrise hat das BfS zu einem außerplanmäßigen Forschungsprojekt inspiriert.

Kurzbeschreibung

Während der Covid-19 Pandemie ist die Online-Krisenkommunikation verschiedener Akteure in Echtzeit verfolgbar. Dabei ist zu beobachten, dass die Bevölkerung ein hohes Informationsbedürfnis hat und insbesondere auf wissenschaftliche Expertise vertraut. Expert*innen, die unabhängig einer übergeordneten Behörde oder Institution kommunizieren, werden von der Öffentlichkeit verstärkt positiv wahrgenommen. Behörden und Organisationen wie dem Robert-Koch-Institut wird hingegen deutlich weniger Vertrauen entgegengebracht. Worin unterscheidet sich ihre Kommunikation?

Die Forschungsfragen sollen mithilfe eines Mixed-Methods-Ansatzes beantwortet werden. Das Vorhaben ist in Losen ausgeschrieben. Das vorliegende Los (3620S72215) konzentriert sich auf die qualitative Erhebung der subjektiven Wahrnehmung der Rezipienten (Online-User) und der Kommunikationsstrategien auf Seiten der Behörden, Organisationen und unabhängigen Expert*innen (ein zweites Los 3620S72216 umfasst die quantitative Analyse der Online-Krisenkommunikation auf Twitter und erhebt die Netzwerkstrukturen und Kommunikationsinhalte von ausgewählten Fallbeispielen). Mittels qualitativer Interviews sollen vertiefte Erkenntnisse über die Sichtweise der Online-User auf die Krisenkommunikation verschiedener Akteure gewonnen werden. Eine qualitative Inhaltsanalyse von ausgewählten Online-Beiträgen analysiert die Eigenschaften der Krisenkommunikation durch Behörden und unabhängigen Expert*innen. Das Forschungsvorhaben hat zum Ziel, die Online-Krisenkommunikation von Behörden und unabhängigen Expert*innen vergleichend zu analysieren, ihren Einfluss auf die Risikowahrnehmung der Rezipient*innen zu erfassen und auf Basis dieser Evaluation die Online-Krisenkommunikation im Strahlenschutz zu verbessern.

Laufzeit: maximal 13 Monate, beginnend ab dem 01.12.2020

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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