Kneift EHS-Betroffener Professor Babilon? (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 15.08.2019, 22:21 (vor 7 Tagen) @ Alexander Lerchl

Sie kennen vermutlich die Literatur zu dieser Thematik und wissen daher, dass alle Versuche im Labor, diese Empfindlichkeit unter kontrollierten Bedingungen nachzuweisen, gescheitert sind. Sie sind sich Ihrer eigenen Empfindlichkeit aber sehr sicher, daher wären Sie eine perfekte Person, um dieser besonderen Empfindlichkeit auf den Grund zu gehen.

Meine Frage ist daher, ob Sie grundsätzlich bereit wären, an einem solchen Test teilzunehmen.

Waren Sie so zuversichtlich, dass Sie sich über das Testdesign schon Gedanken gemacht haben? Oder anders gefragt, wäre es ein Standard-Provokationstest geworden oder ein auf die individuellen Besonderheiten von Babilons "Elektrosensibilität" zugeschnittener Test?

Da ich Transparenz in diesem Thema für unabdingbar halte, werde ich meine Frage und ggf. Ihre Antwort veröffentlichen, es sei denn, Sie widersprechen der Veröffentlichung Ihrer Antwort.

Damit haben Sie ihn in eine ausweglose Situation gebracht. Macht er mit, wird er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit an dem Test scheitern, unabhängig vom Design, macht er nicht mit, steht er als Drückeberger da. Um aus der Nummer halbwegs heil rauszukommen ist Schweigen die Ultima Ratio.

Ab Minute 4:43 räumt Babilon auf Arte ehrlich ein, "Elektrosensibilität" sei bei ihm ein "Selbstbefund" oder eine "Selbstdiagnose". Das hört man von öffentlich auftretenden EHS sehr selten, es zeigt, dass er noch eine gewisse Restunsicherheit an einem Kausalzusammenhang zwischen seinen diffusen Allerweltssymptomen und der Feldeinwirkung hat. So gesehen hätte er dem vorgeschlagenen Test eigentlich begeistert zustimmen müssen, um endlich Gewissheit zu bekommen und alle Zweifler zu widerlegen. Hat er aber nun nicht gemacht.

Heute morgen traf, abgeschickt von einem Unbekannten, eine Mail folgenden Inhalts bei uns ein:

Liebes IZgMF,

Prof. Babilon leitet das Steinbeis-Beratungszentrum Marman Bau- und Elektrobiologie und das Steinbeis-Transferzentrum appropos:

Dienstleistungsangebot

- Entwicklung von mobilen Applikationen
- Umsetzung von Web-basierten Tools auf Smartphones
- Realisierung von Server-Client-Strukturen auf mobiler Basis
- Entwicklung von Sensorik-Aktorik-Interfaces für Smartphones

Schwerpunktthemen

- Mobile Anbindung an Datenbanken
- Anschluss externer Hardware an Smartphones
- Vernetzung von Smartphones
- Smartphone als Messgerät nutzen

Bei der appropos GmbH ist er für Unternehmensentwicklung verantwortlich:

Leistungen sind unter anderem mobile Applikationen und Beratung und Entwicklung im Embedded Bereich (Internet of Things, Smart Homes, etc.)

Viele Grüße

Wenn ich mir das so ansehe, was der Professor alles macht, dann lebt er sozusagen in einem selbstgewählten "Spannungsfeld" zwischen seinen beruflichen Ambitionen und seiner selbstdiagnostizierten Elektrosensibilität. Die Boulevard-Medien begeistern sich hingegen vor allem daran, einen "elektrosensiblen Professor" präsentieren zu können. Den Grund dafür kennen wir ja inzwischen schon zur Genüge, Schopenhauers Kunstgriff 30, der mühevolle bis unmögliche Überzeugungsarbeit mit einer aus dem Hut gezauberten Autorität spielerisch hinfällig werden lässt.

--
Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Interessenkonflikt, EHS, Medien, Ko-Ini, Glaubwürdigkeit, Kommerz, Babilon, Autorität


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