2018 - Stuttgart - Universität Stuttgart (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 02.02.2018, 14:35 (vor 681 Tagen) @ H. Lamarr

Veranstaltungshinweis in Studium Generale (Universität Stuttgart) für Mittwoch, 24. Januar 2018, 19.15 Uhr Veranstaltungsort: Stadtmitte. Keplerstraße 11, Raum M 11.42

Peter Hensinger: Trojanisches Pferd „Digitale Bildung“ Wie lebendig kann „digitalisierte Schule“ sein?

Wir hatten schon viele Schulreformen, und nun wird von der Kultusministerkonferenz eine weitere angekündigt, die „Digitale Bildung“: Unterricht mit digitalen Medien wie Smartphone und Tablet-PC über WLAN. Medien und Bildungspolitiker predigen Eltern, ihre Kinder seien in Schule und Beruf chancenlos, wenn sie nicht schon in der Grundschule Apps programmieren lernen. Stimmt das wirklich? Wer bei der Analyse und Bewertung dieser Entwicklung nur fragt „Nützen digitale Medien im Unterricht?“, verengt den Blick, reduziert auf Methodik und Didaktik und schließt Gesamtzusammenhänge aus. Denn die digitalen Medien sind mehr als nur Unterrichts-Hilfsmittel. Geplant ist, das Schulbuch durch Smartphones oder TabletPCs zu ersetzen. Damit geben wir jedem Schüler eine Superwanze: „Smartphones sind Messgeräte, mit denen man auch telefonieren kann... Dabei entstehen riesige Datenmengen, die dem. der sie analysiert, nicht nur Rückschlüsse auf jedes Individuum erlauben, sondern auch auf die Gesellschaft als Ganzes“ schreibt die IT-Unternehmerin Yvonne Hofstetter. Diese Geräte heben die grundgesetzlich geschützte Privatsphäre auf, sie ist aber ein Garant für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung. Erziehungsziel „Digitaler Bildung“ ist nicht mehr der im humboldtschen Sinne erzogene gebildete Homo politicus. sondern der widerspruchlos funktionierende Homo oeconomicus (HENSINGER 2016). Schule hat dagegen einen anderen Auftrag. Bildung ist Haltung, die Fähigkeit, Wissen einzuordnen in ein Wertesystem ...

Den Tipp für diesen kolossalen Auftritt von Herrn Hensinger an einer richtigen Universität erhielten wir von einem externen Beobachter der Szene, der den Auftritt auf ungewohntem Terrain freundlicherweise auch gleich kommentierte:

Bevor Sie jetzt in Sack und Asche gehen müssen und dem künftigen Professor zähneknirschend huldigen:

Sein Vortrag lief im Rahmen des Studium Generale, dieses ist für die nicht-akademische Öffentlichkeit zugänglich. Man musste sich nicht mal anmelden und auch keinen Eintritt bezahlen. Das ist die unterste Schublade der Uni, für Veranstaltungen mit richtigen Wissenschaftlern müssen die Gasthörer sich einschreiben und Semestergebühren zahlen.

Hintergrund
Bereits 2016 hatte Peter Hensinger einen Auftritt am "Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften" der Universität Frankfurt/Oder. Viel einbilden kann sich der Stuttgarter auch darauf indes nicht, denn dieses Institut gilt als Hogwarts an der Oder.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Hensinger, Hogwarts


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