EWSA/EESC: Gegenstellungnahme nicht an der Tagesordnung (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 01.02.2015, 19:17 (vor 1982 Tagen) @ H. Lamarr

Auf seiner 504. Plenarsitzung am 21./22. Januar verabschiedete der EWSA/EESC insgesamt 14 Stellungnahmen. Zwei dieser Stellungnahmen sind Initiativstellungnahmen, die der Ausschuss also auf Initiative aus den eigenen Reihen aufgegleist hat. 13 der Stellungnahmen wurden so angenommen, wie sie von den vorgeschalteten Fachgruppen verabschiedet und bei der Plenarsitzung eingereicht wurden. 13 der Stellungnahmen wurden mit überwältigenden Mehrheiten der anwesenden von 353 Mitgliedern angenommen, meist lag die Anzahl der Gegenstimmen im einstelligen Bereich.

Nur eine Stellungnahme tanzte aus der Reihe.

1-mal dürfen Sie raten welche.

Der von der Fachgruppe TEN vorgelegte Entwurf der Initiativstellungnahme zu "Elektrosensibilität" ist der einzige, der es auf der 504. Sitzung nicht geschafft hat. Stattdessen wurde eine Gegenstellungnahme verabschiedet. Keine andere Stellungnahme der 504. Sitzung war so umstritten wie diese, wie das Stimmenverhältnis von 136 zu 110 belegt. Über die Hintergründe dieser offensichtlich nicht alltäglichen Auseinandersetzung auf der 504. Sitzung ist bislang nichts bekannt geworden - was eine wunderbare Steilvorlage für Verschwörungsfans ist, reichlich vertreten auf Seiten von Mobilfunkgegnern und "Elektrosensiblen".

Dass nicht der Entwurf der Stellungnahme zu "Elektrosensibilität" angenommen wurde, sondern eine Gegenstellungnahme, ist nur dem ersichtlich, der die Stellungnahme öffnet und liest. Auf der Website des EWSA/EESC ist diese Sonderstellung nicht ersichtlich, dort läuft auch diese Stellungnahme, wie alle anderen auch, unter dem Begriff "adopted" (angenommen). Aus meiner Sicht ist dies ziemlich irreführend.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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