Flüchtiger Blick in die "Presse-Information" der Alarmärzte (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 18.10.2014, 10:41 (vor 2329 Tagen) @ H. Lamarr

Dr. Schmid, einer der Verfasser des "offenen Briefes" mag ein guter Arzt sein, mit Logik hat er es nicht so. Der Mann schreibt in einer lustigerweise sogleich parallel zum Brief bereit gestellten "Presse-Information":

Nachfolgend ein paar Auszüge aus dieser "Presse-Information":

Aus ärztlicher Sicht besonders besorgniserregend sei auch die Strahlenbelastung durch die nichtionisierende Strahlung der WLAN - Frequenz. Nach dem Stand der Wissenschaft sei deren Gesundheitsschädlichkeit eindeutig. Erkenntnisse aus mehr als 40 in seriösen Fachzeitschriften veröffentlichten Arbeiten lägen vor, die nachweisen, dass die Belastung zu Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen, ADHS, Spermienschädigungen bis hin zu DNAStrangbrüchen und damit zu Krebs führen kann.

Soso, und was ist mit den 1234 Studien, die dem diametral widersprechen? Es ist mMn unprofessionell und manipulativ, sich auf einseitiges Datenmaterial zu berufen und das zweite Auge fest zuzudrücken. Nicht zu reden von Details über die angeblich 40 Belastungsstudie, die, bei genauerer Betrachtung mit Sicherheit für die eine oder andere "Überraschung" gut sind.

Die Hersteller selbst warnten bereits vor einer körpernahen Nutzung der Geräte, fordern Mindestabstände, ebenso wie das Bundesamt für Strahlenschutz. Die US-Behörde FCC empfehle bei Tablets einen Sicherheitsabstand von 20 cm.

Ach du meine Güte! Ebola hat der Finne Dariusz Leszczynski nicht mitgebracht aus Afrika, aber diese Behauptung, die von deutschen Ärzten ungeprüft und unkritisch übernommen und unbelegt verbreitet wird. Ich finde das empörend, unverschämt und dem Stand der Ärzteschaft gegenüber unangemessen. Was von den Ärzten dramatisch als "Sicherheitsabstand" propagiert wird ist tatsächlich eine "test separation distance". Wer viel Zeit hat, kann sich in diesem aktuellen FCC-Dokument über deren Bedeutung schlau machen. Viel Vergnügen!

Weniger anstrengend und im Zusammenhang geradezu komisch sind die beiden folgenden Auszüge:

Wir bitten Sie deshalb um konkrete Antworten auf die ...Fragen und dabei davon abzusehen, uns mit vorgefertigten Textbausteinen des Bundesamtes für Strahlenschutz zu antworten.

Aha, die Jungs trauen dem BfS also nicht. Doch nur einen Absatz weiter heißt es:

Der Ärztearbeitskreis sieht sich in seiner Kritik bestätigt durch [...] die neuen Warnhinweise für Smartphones des Bundesamtes für Strahlenschutz.

Ja, was denn nun!?

Ich bleibe dabei: Das größte Problem der Anti-Mobilfunk-Szene ist ihr Personal.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

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Leszczynski


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