Herrischried: Märchen von Oberammergau wiederentdeckt (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 26.02.2014, 11:36 (vor 2090 Tagen) @ KlaKla

Die Karawane zieht nicht weiter, sie bleibt in Herrischried, der Durst des Sultans ist noch immer nicht gestillt.

Auszug aus Badische Zeitung:

Der Einsatz des Herrischrieder St.-Zeno-Gemeindereferenten Reinhard Lang für eine funkärmere Landschaft findet eine immer größere, auch über die Region hinausgehende Resonanz. "In jeder Woche erhalte ich mindestens drei Anrufe von Menschen, die mir von gesundheitlichen Beeinträchtigungen berichten, so wie sie von Herrischrieder Bürgern bei der Gemeinde-Umfrage zu den Auswirkungen der Sendeanlagen am Riesenbühl beschrieben wurden", berichtete Lang der Badischen Zeitung.

Kommentar: Das Märchen von "Oberammergau ist überall" muss Reinhard Lang stark beeindruckt haben. Jede Woche mindestens drei Anrufe von "Elektrosensiblen" hört sich richtig dramatisch an. Wie ich die Szene kenne, ist das entweder maßlos übertrieben oder es rufen Herrn Lang wöchentlich die drei bekannten Dauer-EHS an (Eva W., Uli W., Suzanne S.), damit der Gemeindereferent auch schön auf Linie bleibt und nicht etwa auf die Idee kommt, sein unrühmliches Engagement wäre für die Katz'. Unrühmlich schreibe ich, weil ich Herrn Lang für einen "Hetzer gegen harmlose Funkwellen" halte, Herr Lang schürt damit unangebrachte Ängste in der Bevölkerung.

Doch selbst wenn es die drei Anrufe von "Elektrosensiblen" pro Woche wirklich gäbe, ist dies im Vergleich zur Glanzzeit der Anti-Mobilfunk-Hysterie nur ein schwacher Abklatsch. Anno 2006, als nicht Herrischried der Nabel der Mobilfunkgegnerei war, sondern Oberammergau, soll die berüchtigte Bamberger 1-Frau-Ärzteinitiative gar 400 Elektrosmogbetroffene pro Woche abgefertigt haben. Jetzt könnte man betroffen innehalten, wäre die Meldung des Jahres 2006 nicht aus einer Quelle, die einem ebenso eklatanten Interessenkonflikt unterliegt (... je mehr Elektrosensible, desto besser ...) wie der fleißig bohrende Herr Lang, der anscheinend einen besonders guten Zugang zur Lokalpresse hat.

Nett finde ich in dem Artikel der Badischen (Webversion) die Veranschaulichung des umstrittenen Herrischrieder Riesenbühlmast. Da sieht man zunächst nur das Foto eines kümmerlich dürren Mastleins und verzweifelt dann am Bildtext "(Bild links)", denn ein Bild rechts gibt es nicht. Ein zweites Bild zeigt erst nach Klick einen "richtigen" Gittermasten. Welcher der beiden Antennenträger nun auf dem Riesenbühl steht, ist auf diese Weise nicht auszumachen.

Hintergrund
Hetze: Beweise für Frau W.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Filz, Interessenkonflikt, Alarmschläger, Mutter, Hetzer, Oberammergau, AZK, Selbstdarsteller, Lokalpresse, Dohmen, Herrischried, Riesenbühl


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