Historie der Werbebroschüre "Elektrosmog im Alltag" (Allgemein)

Kuddel, Montag, 30.12.2013, 12:19 (vor 2485 Tagen) @ KlaKla
bearbeitet von Kuddel, Montag, 30.12.2013, 12:37

Ich denke, es hat Methode, dass die Baubiologieverbände selbst keine konkreten Beziehungen zwischen Elektrosmog und Krankheitsbildern herstellen, sondern diesen Part durch Laien-"fach"-bücher (z.B. durch Mitglieder und Vereine) erledigen lassen, derer sie sich dann bedienen, um dem nicht wissenschaftlich belegten Nutzen ihrer Tätigkeit einen Sinn zu verleihen.

Ein Hintergrund dafür mag sein, daß sich Baubiologen als eine Art Sachverständige betätigen, aber an sich keine anerkannte Ausbildung dafür haben und daher jegliche konkreten (nicht nachweisbaren) Aussagen durch Schwurbelei umgehen, denn Sachverständige können in Regress genommen werden, wenn sie falsche (wissenschaftlich unhaltbare) Aussagen treffen.

Messwerte sind nachweisbar => der Kunde bekommt Messwerte plus die Aussage, ob der Baubiologe den Meßwert als "kritisch" ansieht oder "unkritisch" und ob er eine "Sanierung" für sinnvoll hält oder nicht, aber => ohne jegliche konkrete Begründung warum !
Die Frage: Können meine Kopfschmerzen vom DECT des Nachbarn kommen, wird der Baubiologe nicht mit "ja" oder "nein", sondern ausweichend beantworten, indem er auf Erfahrungsberichte anderer (Laien) verweist, da er sich sehr wohl bewusst ist, dass ein Zusammenhang nie bewiesen wurde.

Gleiches Vorgehen findet man bei den Herstellern Homöopathischer Mittelchen, die auch jegwede konkreten Aussagen zur "Wirkung" geflissentlich vermeiden.
Lesen sie sich mal die Beipackzettel Homöopathischer Mittelchen durch.
Da steht nicht "zu Behandlung von" Krankheitsbildern wie "xyz" drin. Die Hersteller machen allenfalls äußerst vage Aussagen wie z.B. "zur Stärkung der Nerven oder zur Stärkung des Immunsystems" und verweisen ansonsten immer auf externe Publikation anderer, welche diese Mittelchen empfehlen.

Durch diese "Informationswäsche" (vergleichbar Geldwäsche) sind sie "immun" gegenüber etwaigen Regressanforderungen aufgrund nicht wissenschaftlich belegbarer Wirkversprechen.
Das hat aber zur Folge, daß das Gewerbe auf Gedeih und Verderb auf diese externen Publikationen (z.B. durch ihre Mitglieder und "Fan"-Vereine)angewiesen ist.

Laien-Vereine und Bürgerinitiativen wie DF werden daher von den BB gepäppelt, da dies der (juristisch reingewaschene) Werbekanal zur Rechfertigung des wissenschaftlich fragwürdigen Nutzens der baubiologischen Tätigkeit ist. Die Arbeit dieser Vereine ist existenzielle Grundlage für das baubiologische Gewerbe (zumindest auf dem Gebiet des E-Smogs).

K

Tags:
Immunsystem, Pseudowissenschaft, Vertriebsweg, Verbandsarbeit, nützliche Idioten


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