2013-3: Diagnose-Funk schweigt - das Storybook (Berichtigungen)

H. Lamarr @, München, Samstag, 23.03.2013, 22:00 (vor 2425 Tagen) @ Trebron

Ich finde heute dieses:
http://www.diagnose-funk.org/assets/df_bp_europarat_2011-05-27.pdf
Mit der angemahnten Aktualisierung. Und Hinweis auf das neuere Datum der Version (im Text). (Oder habe ich da was falsch gesehen oder verstanden?)

Ouups, ich dachte da wäre alles klar. Habe ich mich offensichtlich vertan. Also ...

Das PDF, auf das Sie verlinken, ist seit 27. Mai 2011 nicht mehr verändert worden, Abschnitt 8.3.2 lautet dort seither:

8.3.2. alle Handys, DECT-Telefone, WLAN-oder WLAN-Systemen an Schulen und in den Klassenräumen verbieten, wie es von einigen regionalen Behörden, medizinischen Verbänden sowie bürgerlichen Vereinen und Initiativen gefordert wird. (Fassung Ständiger Ausschuss, 27.05.2011: Verkabelte Internetverbindungen sollen für Kinder im Allgemeinen bevorzugt werden und im Besonderen in Schulen und Klassenräumen. Der Gebrauch von Mobiltelefonen durch Schüler sollte auf dem Schulgelände streng geregelt werden.)

Lassen Sie sich das mal auf der Zunge zergehen.

Diagnose-Funk wusste also am 27. Mai, dass da in Kiew eine andere Fassung verabschiedet wurde, als es der Entwurf vom 6. Mai vorsah. Dennoch bringt dieser Verein weiter den dramatischen Text des Entwurfs und hängt den tatsächlich verabschiedeten entschärften Text nur hintenan. Nennen Sie mir einen einzigen ehrenwerten Grund, warum diese krude Form der Darstellung rechtens sein soll, und ich gebe sofort Ruhe. Bis dahin wirkt es auf mich schon sehr gequält, dass Diagnose-Funk sich so gar nicht vom überholten Text des Entwurfs trennen kann. Das ist in etwa so, als ob bei einem neuen Gesetz zuerst mal der nicht verabschiedete Entwurf im Gesetzestext steht, bevor auch der verabschiedete Text mal ran darf. Ich sehe darin den festen Willen des Vereins zur Manipulation der öffentlichen Meinung.

Das ist das eine.

Das andere ist, Diagnose-Funk ist in den überholten Entwurfstext von Abschnitt 8.3.2 so vernarrt, dass er seit 19. Mai 2011 auf dieser Website des Anti-Mobilfunk-Vereins in seiner ursprünglichen Form und uneingeschränkten Schönheit zu lesen ist, obwohl der Europarat ihn so nie und nimmer verabschiedet hat.

Dies ist aus meiner Sicht eine grobe Irreführung, denn Abschnitt 8.3.2 ist das A & O dieser ganzen Resolution. Warum? Die Medien hatten sich Anfang Mai 2011 hauptsächlich nur wegen dieses Abschnitts überhaupt erst für die Resolution 1815 interessiert, und mit dem besagten Abschnitt ein Fass aufgemacht. Allerdings war das damals noch der in die Öffentlichkeit getragene Entwurf des Abschnitts, der durch die Medien geisterte. Für die am 27. Mai tatsächlich verabschiedete unspektakuläre Fassung interessierten sich die Medien nicht mehr. Eigentlich ein journalistisches Trauerspiel, was da gelaufen ist, allerdings auch ein nur mühsam zu durchschauendes Intrigenspiel.

Aus meiner Sicht legt Diagnose-Funk (DF) es gezielt darauf an, den Unterschied zwischen Entwurf und verabschiedeter Fassung der Resolution zu vernebeln, in der Hoffnung, möglichst viele fallen auf die missverständliche Darstellung herein, und nehmen den Entwurfstext für bare Münze. DF ist für diesen Trick bekannt, wir haben dessen Gebrauch durch diesen Verein im Forum mehrfach an unterschiedlichen Beispielen vorgeführt. Das Prinzip ist immer das gleiche: Der Fehler entsteht erst im Kopf des Lesers. DF muss keine Verantwortung übernehmen und kann sich immer damit herausreden, falsch verstanden worden zu sein. Nur, die "ungeschickten Formulierungen", sie sind a) auffallend häufig und b) sind die einladenden Fehlinterpretationen stets dergestalt, dass sie den Zielen des Anti-Mobilfunk-Vereins dienlich sind. Mir ist kein Fall bekannt, dass es auch nur ein einziges mal andersrum gewesen wäre, deshalb werte ich den Trick von DF als miesen Trick.

Warum ich mir jeden 22. eines Monats diesen Strang auf WV gelegt habe ist die Falschmeldung auf der oben verlinkten Webseite des Vereins, dass also dort der veraltete Text von Abschnitt 8.3.2 wie frisch gepflückt angeboten wird. Auf meine diesbezügliche Mail an den Verein vom Juli 2012 habe ich bis heute keine Antwort bekommen. Dies bestärkt mich in meiner Einschätzung, DF sei in der Mobilfunkdebatte erstrangig an Desinformation und Panikmache interessiert, weil dies die Hintermänner des Vereins zur Geschäftsförderung so in Auftrag gegeben haben.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Verdrehung, Lügner, Lernfähigkeit, Intrige, Deutungshoheit, Resolution, Vernebeln, Intrigantenstadl, Resolution 1815, Europarat, Vorgeführt


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