Eva W.: kuschliges Schlafzimmer ./. eiskalte Küche (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Montag, 09.04.2012, 20:30 (vor 2691 Tagen)

Im Gigaherz-Forum schreibt Frau W.:

"Spatenpauli war wieder sehr fleißig und das am 2. Osterfeiertag."

Stimmt. Nur war "Spatenpauli" noch viel fleißiger, er machte nämlich heute seinen Osterspaziergang rund um den UMTS-Sendemasten, der Frau W. angeblich so zusetzt.

Das wird Frau W. aller Voraussicht nach nun gar nicht gefallen, vermutlich wird daraus ein neuer Skandal genudelt und ich bin wieder ein gaaanz Böser, sozusagen die "Privatdetektei" höchstpersönlich (Insider wissen, wie das gemeint ist). Für mich war es dennoch nur ein Katzensprung, schnell mal bei ihr vorbei zu schauen - mit Knatterbox natürlich. Und es hat sich gelohnt, meine ich.

Da ich in Foren lange Romane in Sachprosa nicht so mag, hier in Stichpunkten die wichtigsten Erkenntnisse meines Streifzugs:

- Da Frau W. sagt, 200 Meter weiter weg vom Mast (in den Feldern, Abstand zum Masten dann rd. 320 Meter) ginge es ihr gut, habe ich dort am 200-Meter-Punkt gemessen: Spitzenwert = 10 µW/m², RMS = 5 µW/m² (ab jetzt nur noch Spitzenwerte, die RMS-Werte lasse ich fortan weg, sie bewegten sich durchwegs bei 50 % des Spitzenwerts). Nochmal 100 Meter weiter weg in den Feldern zeigte das Messgerät 2 µW/m² an.

- Für mich neu war ein Messwert von (nur) 20 µW/m², gemessen in 220 Meter Abstand zum Mast in etwa auf Höhe der Antennen (Fußgängerbrücke) jedoch ziemlich genau in der Mitte zwischen zwei Sektoren. Dort hätte ich einen erheblich höheren Wert erwartet, denn die Antennendiagramme "unseres" Masten zeigen zwischen den Sektoren nur eine schwache Dämpfung gegenüber der Hauptstrahlrichtung.

- Die 870 µW/m² in Frau Ws Garten konnte ich naturgemäß nicht nachmessen, ein unmittelbarer Nachbar war aber so freundlich, mich in seinen Garten zu lassen. Dort konnte ich mit Sichtverbindung zur Antenne 450 µW/m² messen. Von Baumschäden, wie sie Frau W. berichtet, wusste der Nachbar nichts, irgendwelche Beschwerden wegen des Sendemasten hat er ebenfalls nicht. Er wusste aber, dass "die Frau dort drüben" welche hat.

- Dass Frau Ws Haus im Funkschatten eines direkten Nachbarhauses liegt, hatten wir ja schon Anfang 2011 herausgefunden. Vor Ort ist die Situation für Frau W. jedoch noch weitaus günstiger. Denn dem Funkstrahl steht noch ein zweites Haus im Weg.

Das Bild zeigt den Weg des Funkstrahls vom Sendemast (oben) zum Haus von Frau W. (unten). Das zu Ws Haus um 90° gedrehte Haus in der Hahnemannstraße (dunkles Dach) ist für die dortigen Verhältnisse richtig hoch (3-geschossig) und schirmt damit die Terrasse und ungefähr die Hälfte von Ws Garten gut ab. Das direkte Nachbarhaus schirmt zusätzlich das W-Haus in voller Länge.

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Bild: Google Earth

- Nicht schlecht gestaunt habe ich, als auf dem Rückweg zum Wagen Frau W. im ersten Stock ihres Hauses an einem offenen Fenster zu sehen war. Damit sie weiß, dass ich das nicht erfinde, hier ein Detail: Sie trug ihre obligatorische Schirmmütze und einen olivgrünen Pullover oder dergleichen. Bemerkenswert ist der Aufenthalt im ersten Stock deshalb, weil sie dort eigenen Angaben zufolge am heftigsten leidet. Den Eindruck einer Leidenden machte sie heute auf mich jedoch nicht. Sie lüftete dort augenscheinlich in aller Ruhe Wäschestücke, zupfte Wollmäuse und - das irritiert doch ziemlich - sie schlug dort auch ihr Kopfkissen aus! Das passt mMn nun gar nicht zu der Behauptung von den unbequemen Nächten in der "eiskalten" Küche. Ich bin gespannt, wie Frau W. mir das Kopfkissen-Rätsel im Gigaherz-Forum erklären wird. Überrascht von Ws Aufenthalt im ersten Stock drehte ich extra noch eine Runde um das Areal. Als ich nach 10 ... 15 Minuten wieder vorbeikam, war sie dort oben noch immer zugange. Damit mein Osterspaziergang ein spontaner harmloser Besuch blieb, ging ich jedoch keine weiteren Runden mehr, sondern machte mich auf die Socken nachhause.

Und zum Schluss: Warum ich meinen Osterspaziergang ausgerechnet bei Frau W. gemacht habe liegt an Frau W. Sie schürt mMn bei jeder passenden und leider auch unpassenden Gelegenheit Ängste gegenüber Mobilfunk. Wer sich so weit wie sie aus dem Fenster lehnt und mit Behauptungen um sich wirft, der muss damit rechnen, dass dies einmal jemand nachprüft. Das habe ich heute gemacht, denn ich glaube sie nicht (mehr), die Geschichten von Frau W. Und für mich wird sie mit jedem Fakt, den ich über sie herausfinde unglaubwürdiger was ihre eigene Elektrosmog-Situation betrifft.

[Admin: Nachtrag vom 18.04.2012: Quellenvermerk beim Bild hinzugefügt]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
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