Eva W. nicht mitten im Hauptstrahl "ihrer" Mobilfunkantenne (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 13.09.2015, 13:15 (vor 1598 Tagen) @ H. Lamarr

Warum ich meinen Osterspaziergang ausgerechnet bei Frau W. gemacht habe liegt an Frau W. Sie schürt mMn bei jeder passenden und leider auch unpassenden Gelegenheit Ängste gegenüber Mobilfunk. Wer sich so weit wie sie aus dem Fenster lehnt und mit Behauptungen um sich wirft, der muss damit rechnen, dass dies einmal jemand nachprüft.

Frau W. behauptet seit zehn Jahren, ihr Haus würde im Hauptstrahl einer Sektorantenne (200°-Antenne) des feindlichen Sendemasten auf dem Dach des Hauses Von-Kahr-Str. 61 liegen.

Das Bild zeigt, dies trifft nicht genau zu. Der Hauptstrahl (gelbe Linie) schrammt am Grundstück der alten Dame (Haus links, Garten rechts = gelb markiertes Rechteck) vorbei:

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Bild: Google Earth

Nun ist der Begriff "Hauptstrahl" jedoch irreführend. Diverse Mobilfunkgegner, insbesondere Vertreter der kleinen Fraktion "Sender killen Bäume", hängen dem falschen Eindruck nach, der Hauptstrahl einer Mobilfunkantenne sei, ähnlich wie ein Laserstrahl, scharf gebündelt. Diese Bündelung wird dann als Erklärung dafür angeboten, dass es bei einem Baum nur begrenzt zu Schäden kommt und z.B. eine kahle Stelle von saftigem Grün umgeben ist. Der abgestorbene Baum im folgenden Bild lässt sich auf diese Weise erklären, so als ob er, getroffen vom Hauptstrahl einer Antenne, den Geist aufgegeben hat, während um ihn herum alles in bester Ordnung ist.

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Bild: IZgMF

Tatsächlich ist der Hauptstrahl einer Sektorantenne viel breiter als ein Laserstrahl, häufig wird ein Winkelbereich von 120° abgedeckt, ohne dass es von der Mitte eines derart breiten Hauptstrahls zu den Rändern einen gravierenden Abfall der Leistungsflussdichte gibt. Bei "unserem" Sendemasten auf dem Nachbardach mit seinen damals drei Sektorantennen ist dies so. Von oben betrachtet sieht das Strahlungsdiagramm der drei 120°-Sektoren beinahe aus wie ein Kreis, nur im Zentrum jeder Hauptstrahlrichtung hat der Kreis eine leichte "Beule", die Feldintensität ist dort geringfügig höher als am Rand zum nächsten Sektor.

Verallgemeinern lässt sich das Bild von "unserer" Antenne jedoch nicht, denn es gibt zahllose Sektorantennenmodelle, die auf die Bedürfnisse der Netzbetreiber zugeschnitten sind. Beim Sendemasten von Frau W. z.B. konnten wir im Grenzbereich zwischen zwei Sektoren deutlich geringere Werte messen als in gleichem Abstand im Zentrum einer Hauptstrahlrichtung.

[Hinweis 17.09.2015: Link eingefügt.]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Gerücht, Baum, Sichtkontakt, Untermenzing, Seniorenvereinigung, Winkelscheibe, Sozialleistung, Sektor, Ostermarsch, Baumwipfel, Hauptstrahlrichtung


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