Dänische Kohortenstudie: Stellungnahme des BfS (Forschung)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 31.01.2012, 23:20 (vor 3961 Tagen) @ Doris

Am 26. Januar 2012 hat das Bfs seine Stellungnahme zur Handy-Kohortenstudie Dänemark aktualisiert. Die Studie kommt in der Bewertung durch das BfS nicht gut weg:

Die Ergebnisse der dänische Handykohortenstudie zeigen kein erhöhtes Krebsrisiko für Handynutzer. Dies gilt für Hirntumore, Speicheldrüsenkrebs, Akustikusneurinom, Augentumore und Leukämien und sowohl für Kurzzeit- als auch für Langzeitnutzer/-innen (mehr als zehn Jahre). Für Langzeitnutzer/-innen wurde ein signifikant erniedrigtes Risiko für Hirntumore gefunden. Hierfür gibt es keine biologische Erklärung. Da die Zahl der beobachteten Krebsfälle sehr klein war, ist es möglich, dass dieses Ergebnis durch Zufall oder durch negatives Confounding nicht berücksichtigter Störgrößen erklärt werden kann. Aufgrund der oben genannten methodischen Schwächen kann insgesamt eine Unterschätzung des Risikos nicht ausgeschlossen werden. Die Aussagekraft dieser Studie ist deshalb eingeschränkt und liefert keine für den Strahlenschutz verwertbare neue Information.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
BfS, Stellungnahme


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