Broschüre: Mobiltelefone und Kinder (Allgemein)

Doris @, Dienstag, 02.02.2010, 22:38 (vor 4373 Tagen)
bearbeitet von Doris, Mittwoch, 03.02.2010, 00:17

Mobile Manufacturers Forum (MMF) hat eine aktuelle englischsprachige Broschüre auf der Website

"Mobiltelefone: Sicherheit und Nutzung durch Kinder"

Es geht zum einen um die Bedeutung der Handys für Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern, aber auch um die Sicherheit.

Gestützt auf die mittlerweile zur Verfügung stehenden wissenschaftlichen Erkenntnisse, gibt es keine Notwendigkeit Jugendliche und Kinder vom Handygebrauch abzuhalten. Die WHO und andere nationale Organisationen in Frankreich, Niederlande, England und Vereinigte Staaten sind sich einig, dass die Grenzwerte - sowohl für Mobiltelefone als auch für Basisstationen - die Bevölkerung einschließlich Kinder ausreichend schützen.

Vereinzelte Bemühungen verschiedener Länder, wie z.B. Frankreich, Vorsorgemaßnahmen für Kinder zu fordern, stehen nicht in Einklang mit Expertenmeinung.

Es wird davon ausgegangen, dass sich Eltern informieren und es für sich selber entscheiden, ob sie ihrem Kind die Benutzung eines Handys erlauben. MMF unterstützt die Eltern für eine Entscheidung "pro Handy".

Kommentar:
Die Felle für die Mobilfunkkritiker, die sich seit geraumer Zeit "die Sicherheit der Kinder" auf die Fahne geschrieben haben, scheinen davon zu schwimmen. Wie jeder weiß, bleibe auch ich vorwiegend "dabei", weil es mir immer um die Kinder und Jugendliche geht, die mir besonders am Herzen liegen. Aber umfassend, mit allen Sorgen, Nöten und Problemen, die sie haben. Bei manchen Kritikern habe ich den Eindruck, es geht weniger um den Schutz der Kinder, sondern diese Zielgruppe wird missbraucht für andere Zwecke. Mir schwimmen keine Felle davon, ich wünsche und hoffe, dass die Entwarnung, die momentan so (nicht nur bei MMF) durchklingt, auf stabilem Fundament steht. Diese Welle wird niemand mehr aufhalten, der Trend zum Handy ist ungebrochen und dessen Bedeutung für Kinder und Jugendliche groß. Auch spätere Berufe und die Kommunikation bauen sich vorwiegend auf Handynutzung auf und unsere Kinder und Jugendliche leben in dieser - ihrer - Welt mit allem was dazugehört, eben auch dem Handy.

Wer sagt "früher ging es ohne" zeigt in erster Linie eines, dass er nicht mehr der Jüngste ist. Wer auf ein angeblich "besseres" Früher zurückblicken kann hat meistens ein Alter erreicht, welches oft mit mehr Ängstlichkeit und auch negativerem Denken, einhergeht. Dies muss nicht nur schlecht sein,denn es hat einfach auch mit eigener Lebenserfahrung zu tun, aber man muss es sich trotz allem vor Augen halten. Denn wenn unsere jungen Menschen schon so denken würden, dann würde die Welt stehen bleiben. Die Risikobereitschaft gerade junger Menschen bringt sie in vielen Dingen weiter.

Hoffen wir, die Experten sind sich ihrer Sache sicher.


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