Die Selbstberufung des Sammlers (Allgemein)

AnKa, Freitag, 01.01.2010, 18:02 (vor 3948 Tagen) @ H. Lamarr

Nett, auch Alfred Tittmann mischt mit, kriegt es mit den Namen aber selbst nach so vielen Jahren noch immer nicht gebacken.

Wie in allen extrem eingestellten Gruppierungen, sobald sie es auf mehr als 2 Mitglieder gebracht haben, gibt es wahrscheinlich auch innerhalb der mobilfunkextremen Erleuchtungsbewegung Leute, die ich als Sammler bezeichne. Historische Beispiele für Sammler sind Blockwarte und Falschparkeraufschreiber.

Sammler sind Selbstberufene. In der eigentlichen Auseinandersetzung können sie intellektuell nicht mithalten - mangels Fachkenntnis, aber vor allem wegen ihrer das Denken blockierenden, unterwürfigen Autoritätsfixiertheit gegenüber den Chefs der Gruppierung, der sie dienen. Sie versuchen daher, dieses Manko mit selbstaufopferndem und unterwürfigem Bienenfleiss auszugleichen. Ihr oberstes Ziel wird also, die Schriften und Äußerungen des Feindes zu sammeln, die Missetaten akribisch mitzuprotokollieren.

Es geht dem Sammler vorrangig um das Sammeln vorgeblicher "Beweise" für die Untaten des Feindes. Und so hält sich der Sammler allzeit bereit für den ersehnten, entscheidenden Moment – den Tag, an dem seine Chefs an seine Tür klopfen und ihn um seine Unterstützung bitten. Dieser Moment endlich erwiesener Aufmerksamkeit ist das, was er ersehnt, die Hoffnung darauf ist sein Antrieb.

Und @zu dem o.a. Link - Kleine Analyse meinerseits (Zitate aus dem Link oben):

"Einen weiteren Vorgang, der symptomatisch für die Situation Betreiber/Kritiker der Mobilfunkszene steht - Dialog zwischen Dr. Mutter und dem Mobilfunklobbyisten Rainer Dieter Wölfle - finden Sie in der Anlage."

Das sorglose Herumwerfen mit der persönlichen Zuweisung "Mobilfunklobbyist" zeigt den begrenzten Horizont und das eigentliche Ziel: Die Absicht besteht im Polarisieren, unter Inkaufnahme des Herabsetzens einer Person.

"Die industriegefälligen Kampagnen interessengesteuerter Internetseiten mit zum Teil entsprechenden diffamierenden Foren sind bekannt,"

Wir lernen: Irgendwelche Dunkelmänner betreiben interessengesteuerte Internetseiten und Kampagnen, die "bekannt" sind. "Industriegefällig" ist schon mal per se böse, nicht näher bezeichnete "Interessen" sowieso, und den Meinungsäußerungen anderer wird selbstverständlich der Zweck unterstellt, zu "diffamieren". Auf ein begrenztes Weltbild dieser Güte läuft es auch bei Extremen aller Couleur immer wieder heraus, denn sie fühlen sich im Allgemeinen vom großen Geld, von der Industrie, den Banken, von diverser Meinungsmafia umzingelt. Das Leben im modernen, liberalen Staat ist ihnen Graus und Horrorvision zugleich, sie haben ein Zerrbild davon im Kopf.

"es erübrigt sich, hier detailliert darauf einzugehen."

Dieser Zusatz ist ebenfalls typisch für extreme Äußerungen. Er bedeutet im Klartext: "Ich will nicht argumentieren müssen, sondern Stimmung erzeugen." Für dieses Ziel wird natürlich auch mal so ganz nebenbei dahergelogen:

"Nicht umsonst haben sich mit Grausen in der Vergangenheit namhafte Diskutanten, auch aus der Wissenschaft, von diesen pamphletischen Plattformen verabschiedet".

Symptomatisch ist dann auch immer wieder das ungefragte Herbeizitieren DES HERRN PROFESSORS DR. PHIL., der in diesem Fall einer immer wieder gerne geäußerten und penibel gehegten Grundüberzeugung extremer Truppen Gehör verschafft haben soll – nämlich, dass Politik eine Veranstaltung sei, die "im Konflikt" mit Demokratie und Menschenrechten steht.

"s. hierzu auch aus dem Beitrag “Politik im Konflikt mit Demokratie und Menschenrechte“ von Prof. Dr. phil. Karl Richter, aus der Broschüre “Warum Grenzwerte schädigen, nicht schützen – aber aufrechterhalten werden

Die Schrift, aus der zitiert wird, ist übrigens vom schon seit Jahren bekannten Ältestenrat der mobilfunkextremen Erleuchtungsbewegung verfasst: Franz Prof. A., Karl Hecht, Lebrecht von Klitzing, Klaus Kniep, Wilhelm Mosgoeller, Karl Richter, Hans-Christoph Scheiner, Ulrich Warnke. Das sind dann wohl die zuvor erwähnten "namhafte(n) Diskutanten", die sich "mit Grausen" aus dem Forum des IZgMF "verabschiedet" haben sollen – leider aber, ohne uns Niederen hier drunten einen Abschiedsbrief hinterlassen zu haben.

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"Ich habe eiserne Prinzipien. Wenn sie Ihnen nicht gefallen, habe ich auch noch andere." (Groucho Marx)

Tags:
Filz, Warnke, Prof. A., Ueberzeugung, Analyse, Klitzing, Scheiner, Tittmann, Diffamierung, Mosgöller, Menschenrechte, Kniep


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