Einmalige Chance für die Forschung (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 27.08.2007, 15:19 (vor 5465 Tagen) @ Doris

"Im Zuge einer jetzigen Optimierung haben wir die Codierung an der Anlage wieder so geändert, dass dieses Signal nicht fortlaufend eingesetzt wird, sondern nur dann, wenn Datenverkehr oder Sprache über das Netz läuft."

... im Klartext: also praktisch immer. Vielleicht auch ein schlauer Schachzug von Jodl, den Oberammergauern ES den Rückzug ohne Gesichtsverlust zu ermöglichen. Weiß denn jemand, ob es Sohmer, Häublein und den anderen nach der Signalveränderung spürbar besser geht?


Meine Frage:
Bedeutet "praktisch immer", dass das Signal ständig eingesetzt ist und die angebliche Genesung demzufolge nur darauf beruht, dass sich die Oberammergauer in Sicherheit wiegen, sich allerdings in der Realität nicht wirklich was geändert hat?

Laut M. Jodl pulst es in Oberammergau doch nur dann, wenn Datenverkehr oder Sprache über das Netz läuft. Nun, Doris, wir erleben in Bayern gegenwärtig das Ende der Hochsaison, Urlauber treten sich gegenseitig noch auf die Füße, auch Oberammergau sollte einen Schub Sommerfrischler abbekommen haben. Die und die Einheimischen werden schon dafür sorgen, dass "Datenverkehr oder Sprache über das Netz läuft". Tagsüber sollte es bei den Oberammergauern also ordentlich Pulsen, mehr noch als in den kalten Wintermonaten, als nicht so viele Touris vor Ort waren, ein paar aus dem Ort aber angeblich in die Wälder geflohen waren. Ruhe einkehren dürfte erst spätnachts, wenn die Lokale dicht gemacht haben und die letzten Preussen beim Fensterln von der Leiter gekippt sind.

Ob die angebliche Genesung nur darauf beruht, dass sich die Oberammergauer in Sicherheit wiegen, sich allerdings in der Realität nicht wirklich was geändert hat? Ja klar, auszuschließen ist dies nicht. Wie in der Mobilfunkdebatte üblich, kann aber auch das Gegenteil zutreffen. Ob ich nun an die Genesung wegen andersartiger Pulsung glaube oder nicht ist ziemlich belanglos. Auch hier müsste nun in mühsamer Kleinarbeit herausgefieselt werden, was T-Mobile tatsächlich an der Sendecharakteristik geändert hat. Unter der Annahme, dass es den Oberammergauern gerade wegen dieser Änderung nun tatsächlich wieder besser geht, gäbe ein Offenlegen der Änderung möglicherweise den entscheidenenden Hinweis darauf, was denn die biologische Relevanz der besagten Pulsung ausmacht. Im Grunde hat man hier sogar den Glücksfall einer Vorher-/Nachher-Situation mit exakt bekannten technischen Parametern und biologischen Antworten. Da wäre also T-Mobile gefragt, "im Interesse der Forschung" Details der "neuen" aktuellen GPRS-Parametrierung und der alten aus dem Jahr 2006 rauszurücken. Nur fürchte ich, dass sich wegen einer handvoll Leute, die sagen, dass es ihnen jetzt besser geht, niemand mehr aus dem Fenster lehnen wird, wie dies noch der Fall war (Virnich-Oberfeld-Haider-LfU), als es anfing, den Leuten schlechter zu gehen. Gut möglich, dass also die einmalige Chance den Bach runtergeht, die biologische schädlichen Eigenschaften eines komplexen gepulsten Signals im A/B-Vergleich dingfest zu machen. Diesen Zusammenhang gezielt zu untersuchen wäre durchaus eine Forderung der Oberammergauer wert - meiner Meinung nach.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Oberfeld, Virnich, Oberammergau


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