Kreis Cuxhaven: Krebshäufung wegen Richtfunk? (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 02.03.2007, 00:16 (vor 5759 Tagen)

Am 13. Februar berichtete Radio Bremen:

Im Zusammenhang mit der hohen Zahl von Krebsfällen in der Gemeinde Mittelstenahe haben die Grünen des Kreistages Cuxhaven eine umfassende Aufklärung gefordert. Experten vermuten, dass Strahlen von Richtfunkmasten die Krankheiten ausgelöst haben. "Solange der Verdacht besteht, dass die Funkstrahlen gesundheitsschädlich sind, muss auch eine vorübergehende Stilllegung der Richtfunktürme erwogen werden", sagen die Grünen. Um die Gesundheit der Bürger zu schützen, fordern sie eine Überprüfung der Richtfunkstrecken im Landkreis Cuxhaven. Dabei gehe es vor allem um Türme, die baugleich mit dem Funkturm in Mittelstenahe bei Bad Bederkesa seien. Dort sind von 260 Einwohnern mehr als 30 an verschiedenen Krebsarten erkrankt. In dem Dorf treffen die Strahlen von drei Richtfunktürme aufeinander. Unterstützt werden die Grünen vom Bürgermeister der Gemeinde Bramstedt bei Hagen. Hier hatten Anwohner vor zwei Jahren erfolglos gegen den Bau eines Richtfunkturms protestiert. "Wir haben zwar nicht direkt Angst, aber es geht immerhin um die Gesundheit unserer Bürger", so der Gemeindevertreter. Nach Angaben der Kreisverwaltung soll jetzt zunächst die Stärke der elektromagnetischen Strahlen am Richtfunkturm in Mittelstenahe gemessen werden.


Funkamateure des DARC berichten am 16. Februar ohne jede Häme ebenfalls über den Fall:

Hat der Richtfunk Schuld?

Diese Frage stellen sich die Bürgermeister der Börde, aufgrund vermehrter Krebserkrankungen in der Gemeinde Mittelstenahe. Da eine militärische Richtfunktrasse vom Bullenberg Nindorf ( ehemalige FlaRak-Stellung ) in Richtung Altenwalde über die Gemeinde Mittelstenahe verläuft und zusätzlich zwei Richtfunktrassen vom Fernmeldeturm Wohlenbeck diese kreuzen, lässt das die Vermutung zu, daß darin die Ursache an einer überaus starken Krebserkrankungszahl in Mittelstenahe liegt. Mit je einem Schreiben an die Bundesgesundheitsministerin und der Niedersächsischen Gesundheitsministerin wand sich der Samtgemeinde-bürgermeister der Samtgemeinde Börde Lamstedt mit der Bitte um Unterstützung für die Untersuchung möglicher Zusammenhänge. Auch die BNetzA Bremen ist mit der Untersuchung beauftragt worden.
Wir von E32 werden das weiter verfolgen.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Funkamateur, Krebshäufung, Richtfunk, Bremen


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