Artefakte durch Intermodulation (Allgemein)

Raylauncher @, Dienstag, 05.12.2006, 17:59 (vor 6407 Tagen) @ charles

Und was ich gemessen habe ist keine Übersteuerung des Messgerätes, weil
dieses bestimmte Messgerät nur von 5 kHz bis 150 kHz messen kann.

Dies schließt aber nicht aus, dass eine Direkteinstrahlung oder eine Beeinflussung z.B. der Eingangsstufe auftritt, wenn diese nicht mit einem wirkungsvollen Tiefpass im Eingang bestückt ist. Gerade bei Geräten aus dem einfacheren Sortiment sind bei höheren Umgebungsfeldstärken derartige störende Beeinflussungen sehr häufig zu beobachten. Im Gerät erfolgt dabei eine Hüllkurvendemodulation an irgend einer Sperrschicht und was Sie "messen" ist kein direktes Signal des Senders sondern ein Artefakt, an dem z.B. die Hüllkurve des Signals beteiligt ist. Bei Vorhandensein mehrerer Trägersignale können auch noch viele weitere und komplexe Mischprodukte, also z.B. Differenzfrequenzen und Produkte höherer Ordnung beteiligt sein. Kurzum, es wird schnell sehr unübersichtlich zu erkennen, was nun echt ist oder Artefakt, besonders wenn man wenig Erfahrung hat und diese Fehlermechanismen nicht kennt.

Derartige Effekte sind wohl für eine Vielzahl von unsinnigen Messresultaten in Form von Phantomsignalen (z.B. die ominösen 10-Hz-Signale in Oberammergau) verantwortlich und lassen sich nur ausschließen, wenn man professionelles Equipment einsetzt, das wirklich HF-fest und ausreichend linear ist und wenn man die Messergebnisse mit Sachverstand bewertet.

Raylauncher


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