Je mehr Masten, desto weniger Belastung (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 16.07.2006, 02:36 (vor 5309 Tagen) @ KlaKla

Die allgemeine Strahlenbelastung lässt sich minimieren, in dem die Betreiber das Funknetz verdichten. Die Strahlenbelastung wird geringer und die Anzahlt der Basisstationen steigt. Daraus würde ich die Forderung ableiten "Wir fordern mehr Antennen". Es werden mehr Menschen aber dafür deutlich schwächer bestrahlt.

Für dich kann aber auch kein Fettnapf klein genug sein, um nicht doch hineinzutreten :no:

Das Problem bei diesem m. M. nach prinzipiell richtigen Ansatz dürfte sein, dass die Strahlenbelastung nicht für jeden geringer wird. Dort, wo zuvor kein Mast war, dann aber einer im Zuge der Verdichtung hinkommt, wird im Nahfeld des Mastes die Belastung mit Sicherheit höher sein als zuvor. Die Frage ist nur: um wieviel höher! Denn durch die generelle Verdichtung müssten nur noch kleinere Funkzellen ausgeleuchtet und die Sendeleistung praktisch aller Basisstationen könnte reduziert werden. Dies würde bedeuten:

a) Alle Handynutzer (Kinder!) würden entlastet, da bei dichterem Netz weniger Sendeleistung zum Verbindungsaufbau zur Basisstation (BS) nötig ist.
b) Alle Anwohner bisheriger BS würden entlastet, weil der kleineren Funkzellen wegen auch alle BS mit weniger Sendeleistung auskommen könnten.
c) Dort, wo neue Masten errichtet werden, kommt es punktuell (Nahfeld) zu einer Mehrbelastung der Anwohner - dies dürfte das "Killerargument" sein.
d) Insgesamt sinkt die Feldbelastung, sie wird gleichmäßiger verteilt.
e) Die gleichmäßigere Feldbelastung ist sozial gerechter.
f) Die Mobilfunker würden mit dieser Forderung empfindlich getroffen, nämlich am Geldbeutel.
g) Der Bevölkerung dürfte dies alles - die Kehrtwendung einer Hauptforderung - nur mit immensem Überzeugungsaufwand zu vermitteln sein.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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