Eingabe zu den Koalitionsverhandlungen: Selbstinszenierung (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Dienstag, 26.10.2021, 00:39 (vor 214 Tagen) @ KlaKla

Aktuell versuchen der Baubiologe Gutbier aus Herrenberg wieder auf sich aufmerksam zu machen, indem er seine Eingabe zu den Koalitionsverhandlungen publiziert.

Da war der forsche Herr Gutbier mal wieder etwas zu schnell aus den Startlöchern. Sein Verein veröffentlichte seine Eingabe zu den Koalitionsverhandlungen am 1. Oktober 2021, zu diesem Zeitpunkt gab es noch nicht einmal die ersten Sondierungsgespräche zwischen SPD, CDU/CSU, Grünen und FDP, wer denn überhaupt mit wem kuscheln könnte. Es scheint, er wollte wohl unter den allerersten sein, die sich den künftigen Regierungsparteien als Berater empfehlen. Immerhin konnte man schon 2018 über den Ex-Gemeinderat von Herrenberg lesen, er berate Politiker auf Kommunaler‑, Landes‑, Bundes- und Europaebene in Sachen Elektrosmog und Vorsorge. Ganz schön vollmundig. Und nicht einmal gelogen, sondern nur Augenwischerei, wenn Gutbier z.B. auf der Europaebene seinen Gesinnungsfreund Klaus Buchner (ÖDP) als einzigen Klienten beraten hat :-).

Aber: Ich halte Gutbier nicht für so dumm, dass er ernsthaft glaubt, seine Eingabe, die am 21. Oktober noch einmal als "Pressemitteilung" aufgebrüht wurde, könnte in Berlin über den Reißwolf hinaus kommen. Das Papier ist bei Licht besehen nichts anderes als einer dieser öden "Offenen Briefe" der Anti-Mobilfunk-Szene an irgendwelche Autoritäten und dient wie gehabt nur der Selbstinszenierung. Er und Peter Hensinger wollen damit ihren Führungsanspruch in den Echokammern und Filterblasen der Szene gegen Konkurrenten verteidigen. Mehr steckt mMn nicht hinter den "Blähungen" und dem egozentrischen Personenkult der beiden Diagnose-Funker.

Wenn Diagnose-Funk sich mit mehr oder weniger weltfremd gedrechselten "Forderungen" an die Landes- oder Bundespolitik wendet, ist der Verein der einsame Rufer in der Wüste und die Erfolgsquote deshalb null. Das war wegen der alles dominierenden Selbstinszenierung schon immer so und ich sehe keinerlei Anzeichen, dass sich daran etwas zum Vorteil von Diagnose-Funk ändern wird, solange Gutbier und Hensinger in dem Verein das Sagen haben.

Hier ein paar aus dem Forum herausgesuchte Strang-Startpostings, welche die seit mindestens zehn Jahre andauernde Durststrecke von Diagnose-Funk auf politischem Parkett exemplarisch belegen:

2011 (Landtag Ba-Wü): Baden-Württemberg will sich für Grenzwertsenkung einsetzen
2013 (Bundestag): Digitale Agenda erregt Mobilfunkgegner
2016 (Landtag Ba-Wü): Grün-Schwarz ignoriert Mobilfunkgegner
2018 (Bundestag): Mobilfunk & W-Lan im Koalitionsvertrag CDU/CSU-SPD
2018 (Landtag Bayern): Freie Wähler an der Macht: Und wo bleibt Diagnose-Funk?

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Kinderpost, Hensinger, Geltungsdrang, Gutbier, Filterblase, Offener Brief, Selbstinszenierung


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