EMV-Ort, kommerzielle Interessen des Baubiologen (Allgemein)

Kuddel, Dienstag, 26.04.2016, 19:43 (vor 1296 Tagen) @ charles

Hinter der "SBM" steckt meiner Meinung nach keinerlei wissenschaftliche Erkenntnis, sondern die Richtwerte sind schlicht so konzipiert, daß ein bestimmter Prozentsatz von praktischer Messungen auf der Richwerte-Skala einen Handlungsbedarf suggeriert.

Die Richwerte entstehen dabei vermutlich so:
Aus 100 praktischen Messungen in Schlafräumen werden Minimal- und Maximalwert bestimmt.
Die gemessene Spanne wird dann in 4 Bereiche eingeteilt.
Fertig ist die Richwerteskala.

Das erklärt wunderbar, warum z.B. die Richtwerte für jegliche Art von Chemikalien lediglich eine Spanne zwischen "unauffällig" und "extrem auffällig" von Faktor 20 aufweisen. Das entspricht in etwa dem Min-Max-Auflösungsbereich üblicher (bezahlbarer) "Lackmus-tests".

Dass schon extrem preiswerteste elektronische Messgeräte (bzw. umgebaute "Radio-Empfänger mit Feldstärkeausgabe") einen wesentlich größeren Dynamikbereich erfassen können, erklärt, warum die Spanne zwischen "unauffällig" und "extrem auffällig" mehr als Faktor 10000 beträgt.

Ich bin davon überzeugt, gäbe es bezahlbare Testmethoden mit größerem Dynamikbereich auch für Chemikalien, so hätte die Baubiologie keine Skrupel die "Richswerte-Skala" entprechend (nach unten hin) anzupassen and auch gleich passende gesundheitliche "Fallgeschichten" zur neuen Richtwerteskala zu publizieren.

Das ganze hat m.M.n. rein garnichts mit realen gesundheitlichen Auswirkungen zu tun.
Die Richtwerte sind rein vom baubiologischen "Marketing" getrieben.

K

Tags:
Vorsorgewert, Geschäftsmodell, SBM, Richtwert, Immissionsgutachten


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