Herrischried: Bundestag soll Tetrafunk stoppen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 03.08.2014, 02:30 (vor 1997 Tagen) @ KlaKla

Erneut wurde eine Petition auf den Weg gebracht. Diesmal aus Herrischried. Das Ehepaar Lang wirkt vor Ort schon geraume Zeit. In ihrem Anliegen werden sie unterstützt von Dr. Mutter und Ulrich Weiner.

Die sind aber ganz schön in Verzug geraten. Wollten die Herrischrieder nicht recht mitmachen? Oder ist gar der 3. Juni 2015 gemeint? Das wäre eine besonders gute Idee und genau der rechte Moment, denn dann wäre der Tetra-Netzausbau zu 99 Prozent abgeschlossen.

Die Langs haben in Herrischried laut Auskunft zwei Wohnsitze, beide liegen deutlich tiefer als der Tetra-Mast, der eine (Kirchweg) ist 300 Meter vom Mast weg, der andere (Wiesenweg) 1,4 Kilometer. Unter diesen Umständen ist bereits die Annahme eines Kausalzusammenhangs zwischen dem Mast und den Leiden der Langs abwegig. Der folgende Textauszug aus der Badischen macht jedoch deutlich, woran es in Herrischried hapert: Es ist wieder einmal ein blitzartig aus dem Boden geschossener Instant-Experte von Googles Gnaden, der in unerträglicher Selbstüberschätzung seiner Fähigkeiten den Langs auch noch Deckung gibt:

Der am Friedhof gemessene Wert habe 0,04 Prozent des zulässigen Grenzwertes betragen. Am Klausenhof habe das Gerät keine Strahlung messen können, berichtete Berger.

Eine Entwarnung könne trotzdem nicht gegeben werden, befand im Ratsrund insbesondere CDU-Rat Bernd Kühnel. Er bezog sich dabei auf die Kritik an der Methode, mit der die Grenzwerte festgelegt werden. Die Grenzwerte, so Kühnel, seien zu hoch und mit fragwürdigen Tests ermittelt worden, was internationale Studien belegten. Er forderte deshalb die Betreiber auf, die gesundheitliche Unbedenklichkeit eindeutiger nachzuweisen.

Wie viel Dilettantismus seiner Politiker verträgt ein Ort wie Herrischried?

Wie wirr es dort zugeht dokumentiert die Badische einen Artikel später, in dem die 0,04 Prozent des Grenzwerts plötzlich zu 0,04 Prozent unter Grenzwert wurden (siehe Hintergrund). Dort passt wirklich alles zusammen, so wie es 2006 im bayerischen Oberammergau zusammen passte - das sich seiner kleinen "Massenpsychose" längst entledigt hat, obwohl seither der GSM-Sender dort munter sendet.

Hintergrund
30. Januar 2014 - Funkmast soll in den Bundestag
15. Februar 2013 - 0,0421 Prozent unter den in Deutschland zulässigen Grenzwerten
31. Januar 2013 - Der am Friedhof gemessene Wert habe 0,04 Prozent des zulässigen Grenzwertes betragen
17. Oktober 2012 - Fragebogen zu Strahlenbelastung

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Dilettantismus, Betroffene, EHS, Badische-Zeitung, Kausalzusammenhang, Gemeinderat, Adam


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