Prof. Klaus Buchner zum Stand der Forschung (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 14.12.2013, 11:17 (vor 2079 Tagen) @ Alexander Lerchl

In dem völlig aus dem Ruder geratenen Streit um die Mobilfunkanlage im Schloss Eggersberg spielt die Splitterpartei ÖDP und ihr ehemaliger Vorsitzender Klaus Buchner eine tragende, weil völlig grundlos Angst machende Rolle.

Ja, da haben Sie leider recht, mir liegt ein Dokument vor, in dem ein Vertreter der Stadt Riedenburg die tragende Rolle von Klaus Buchner bestätigt.

Auf freundschaftlicher Ebene sind er und meine Frau und ich immer gut miteinander ausgekommen, Klaus ist keineswegs ein Unmensch, sondern ein netter höflicher Mann, der als Hobby alte Radios sammelt. Aber: Für seine ödp tut er alles, auch populistisch Panik schüren, um ein paar Verängstigte in den Schoß der Partei zu lotsen. Zum Bruch zwischen ihm und uns kam es vor Jahren wegen unüberbrückbarer Differenzen in der Frage über gesundheitlich unerwünschte Nebenwirkungen des Mobilfunks.

Im Donaukurier hat Klaus am 13. November 2013 einen Leserbrief zum Thema eingestellt, bei dem sich mir stellenweise die Nackenhaare sträubten. Leider ist ausgerechnet zu diesem Leserbrief kein Kommentar möglich. Deshalb habe ich nachfolgend eine Kopie eingefügt, die ich heut' abend mit einer berichtigenden Entgegnung kommentieren möchte. Ich hoffe, der DK sieht's gelassen und pocht nicht auf seine Rechte. Von der Authentizität des Leserbriefes kann sich jeder hier überzeugen (Google-Cache, da das Original gegenwärtig ins kostenpflichtige Archiv des DK entschwunden ist).

******************** Beginn Leserbrief ********************

Telekom widerspricht internationalen Forschungserebnissen

Zu den Artikeln „Um Schloss Eggersberg tobt Sturm der Entrüstung“ und „Keine Auswirkungen“ vom 1./2./3. November:

„Die Telekom schließt gesundheitliche Beeinträchtigungen durch die von Mobilfunkanlagen erzeugten elektromagnetischen Felder bei Einhaltung der gesetzlichen Mindestabstände definitiv aus.“ wird die Bilanz des Briefs der Telekom an den Ortssprecher von Eggersberg zitiert. Diese Aussage steht im krassen Widerspruch zu den internationalen Forschungsergebnissen. So hat 2011 der Europarat, das höchste europäische Gremium, aufgrund der neuesten Resultate einen Grenzwert gefordert, der (bei UMTS) 100 000-mal niedriger ist als der jetzt in Deutschland gültige.

Bereits zehn Jahre zuvor hat die STOA-Kommission des EU-Parlaments denselben Grenzwert eingefordert. Auch die Europäische Umweltagentur und viele ausländische Gremien warnen vor den schädlichen Wirkungen, so auch die IARC, ein Gremium der Weltgesundheitsorganisation WHO, welche die Handystrahlung sogar als „möglicherweise Krebs erzeugend“ eingestuft hat – auf demselben Niveau wie Chloroform und DDT.

Der im Vergleich zu Deutschland 100 000-fach niedrigere Grenzwert leitet sich aus Experimenten ab, die zeigen, dass selbst bei dieser niedrigen Strahlung noch wichtige Funktionen im menschlichen Körper gestört werden, so zum Beispiel die Erzeugung der Neurotransmitter Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin und PEA. Auch die Produktion wichtiger Sexualhormone wird beeinträchtigt. Weil die Strahlung den Körper auf der Ebene der Zellen angreift, verursacht sie Schäden in ganz unterschiedlichen Bereichen.

Das Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm des Bundesumweltministeriums, auf das der Telekom-Sprecher in seinem Schreiben an den Ortssprecher hinweist, zeigt die Struktur amtlich abgesegneter „Forschung“. An der Ausgestaltung dieses Programms war der damalige oberste Strahlenschützer auf diesem Gebiet maßgeblich beteiligt, der bisher fast immer den Standpunkt der Industrie vertreten hat, kritische Wissenschaftler persönlich mehrmals angegriffen hat, und der von der oben erwähnten IACR von der Beteiligung an deren Forschungs-Auswertung ausgeschlossen worden ist. Dieses Deutsche Mobilfunk-Forschungsprogramm wurde von mehreren Seiten als nicht objektiv beurteilt, dient aber zur Rechtfertigung der extrem hohen Mobilfunk-Grenzwerte.

Professor Klaus Buchner,

München

********************* Ende Leserbrief *********************

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Leserbrief, Boulevardpresse, DonauKurier, Forscher, Neurotransmitter, Hobby, Pensionäre, Infektionsherd, Kolporteur


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