Goldene Hinweise für den Bürgermeister von Herrischried (Allgemein)

Lilith, Sonntag, 17.03.2013, 12:26 (vor 2436 Tagen) @ Gast
bearbeitet von Lilith, Sonntag, 17.03.2013, 13:47

Gemeinderat Kühnel (CDU) erkundigte sich nach dem weiteren Vorgehen zum Thema Tetrafunk/Mobilfunk. Er sei verwundert darüber, dass die Angelegenheit nicht in der heutigen Sitzung behandelt werde.
 
Für Gemeinderat Kühnel stellte sich die Situation zwischenzeitlich so dar, dass der Betrieb des Funkmasten ohne einen Nachweis über mögliche gesundheitliche Auswirkungen nicht hätte aufgenommen werden dürfen.

Dieser eifrige Gemeinderat Kühnel hat sich offenbar schon seit längerer Zeit an seinem Bürgermeister Berger festgebissen. So scheint es jedenfalls, wenn man die im Vorgängerbeitrag präsentierten Links zu den Geschehnissen in Herrischried aufmerksam liest. Vielleicht spielen da auch persönliche Aversionen gegen den Bürgermeister eine Rolle. Der Gemeinderat Kühnel zerrt jedenfalls schon seit längerer Zeit offenbar in großem Eifer und scheinbar wahllos allerlei lokale "Probleme" herbei, die den Herrischrieder Bürgermeister persönlich in einem schlechten Licht erscheinen zu lassen geeignet sind.

Mit dem Tetra- und Mobilfunkthema präsentiert er nun Bürgermeister Berger eine für den Bürgermeister auch auf längere Dauer unlösbare Aufgabe, auf der sich trefflich herumreiten lässt und die als Mittel geeignet ist, zusammen mit einigen wenigen Wutbürgern so richtig dauerhaft Dampf gegen einen Bürgermeister zu machen. Wenn der Bürgermeister sich hierbei nicht einige wichtige Grundsätze verinnerlicht, könnte ihm das Getrommele dieser Art "Kritiker" auf die Dauer schwer zusetzen.

Der Herrischrieder Bürgermeister wird dies hier wohl nicht mitlesen (es sei denn, jemand sendete ihm einen Hinweis per e-mail). Falls aber doch, so sei ihm einmal die eingehende Befassung mit diesem Text ans Herz gelegt: "Goldene Regeln für den Mobilfunk-Streit".

Auszug:

- Den Anfängen wehren -

Da Mobilfunk-BIs die Informationen zum Themenkreis Mobilfunk und biologische Strahlenwirkung prinzipiell einseitig und tendenziös selektieren, um daraus ihr Bild von den angeblichen Gefahren des Mobilfunks zu destillieren, muss immer wieder daran erinnert sein, dass die Informationen die von Mobilfunk-BIs geliefert werden grundsätzlich kein objektives Bild zeichnen.

Mit besonderer Sensibilität, aber dabei offensiv und selbstbewusst nach dem Motto "Wehret den Anfängen!" sollten sich Betroffene intensiv mit der äußeren Form auseinandersetzen, in der Mobilfunkgegner ihr Ansinnen vortragen. Dies betrifft vor allem die häufig zu beobachtende fachliche Anmaßung, die zutage tritt, wenn wissenschaftliche Studien einseitig und in alarmistischer Weise von Laien "interpretiert" werden. Weiterhin ist ein aggressiver Moralismus zu beobachten, der in öffentlich vorgetragene Beleidigungen ausarten kann.

Sämtliche Aussagen, die einen fachlich anmaßenden Charakter haben, sollten unmissverständlich bezüglich der dahinterstehenden Legitimation hinterfragt werden. Es muss bei allen Behauptungen die Qualifikation des Aussagenden klargestellt werden. Kann der Aktivist die wissenschaftlichen Studien beurteilen, die er zum Beweis seiner Thesen ins Feld führt? Kann er nachweisen, über wirklich alle wissenschaftlichen Studien zur Sache informiert zu sein? Ist er in der Lage, diese nach wissenschaftlich stichhaltigen Kriterien einzuordnen? Man muss deutlich machen, daß man die Diskussion wissenschaftlicher Ergebnisse bei Fachleuten besser aufgehoben sieht als bei einseitig orientierten Mobilfunk-Aktivisten.

Weiter ist der zumeist moralische Impetus, unter dem die einschlägigen BIs antreten, bloßzustellen. Auch hierbei geht es noch nicht um den Inhalt der Vorwürfe, sondern zunächst um das Hinterfragen der moralischen und gesellschaftlichen Legitimation der mobilfunkkritischen Gruppe. Gerne werden Unterschriftenlisten vorgelegt der Art "500 Bürger wenden sich gegen neuen Funkmast". Die übrigen 5.000 oder 50.000 jedoch nicht. Dieses Missverhältnis muss deutlich gemacht werden.

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Meine Beiträge sind als Meinungsäußerungen aufzufassen. Die Meinungsäußerungsfreiheit ist ein in allen zivilisierten Ländern gesetzlich geschütztes Grundrecht.

"Wer die Dummbatzen gegen sich hat, verdient Vertrauen." (frei nach J.-P. Sartre)

Tags:
Druck, Herrischried, Popanz, Missverhältnis, Unterschriftenliste


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