Österreichische Ärztekammer: Finalist in "Das Goldene Brett" (Esoterik)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 11.11.2012, 13:40 (vor 2588 Tagen)

Die Österreichische Ärztekammer ÖÄK hatte es 2012 in die Endrunde um den Negativpreis "Das goldene Brett vorm Kopf" geschafft. Wir gratulieren!

Der Veranstalter, die Gesellschaft für Kritisches Denken, Österreich, begründet die Nominierung der Kammer mit deren "Weltoffenheit":

Homöopathie, Applied Kinesiology, Anthroposophische Medizin und Chinesische Diagnostik – gerade im Bereich der Alternativmedizin wird eine Vielzahl von Verfahren angeboten, die entweder keinen Wirksamkeitsnachweis aufweisen können oder bereits wissenschaftlich widerlegt sind. Die ÖÄK (Österreichische Ärztekammer) zeigt allerdings keine Berührungsängste mit paramedizinischen Heilmethoden. Im Gegenteil: für die genannten, teils haarsträubenden Therapiemethoden bietet die ÖÄK sogar Ausbildungsdiplome an und verleiht ihnen damit ungerechtfertigterweise die Aura von „anerkannten“ Methoden.

Mit dieser herausragenden Leistung im Bereich der Unterminierung wissenschaftlicher Erkenntnisse durch esoterischen Irrglauben hat sich die ÖÄK für das Finale des Goldenen Bretts 2012 qualifiziert.

Gewonnen hat am 19. Oktober 2012 allerdings nicht die ÖÄK, sondern Prof. Harald Walach, Professor der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Wir lernen daraus: Wo Professor draufsteht muss noch lange nicht Professor drin sein.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Oesterreich, Homöopathie, Wien, Alternativmedizin, Auszeichnung, Anthroposophie, Aerztekammer, OeAeK, Kompetenzgefälle, DGEIM, Komplementärmedizin, Viadrina, Skurril, Goldene Brett, Walach


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