Prof. A.-Interview: Eine falsche Fälschung? (Allgemein)

Sektor3, Mittwoch, 09.09.2009, 14:07 (vor 4828 Tagen) @ Doris

Trotzdem stelle ich mir bei Ihrem Engagement die Frage, was für Vorteile bringt dies der Bevölkerung.

Trickser und Betrüger müssen entlarvt werden, sonst bricht die ganze Forschung zusammen. Ein externes Beispiel ist ja mit Gorleben gerade in den Nachrichten. Man muss wissen: wovor sollten wir mehr Angst haben (z.B. Endlager) und wovor weniger (z.B. KoI-Panikmache)

Anfangs fragte ich mich, was bringt es Ihnen.

Die Antwort ist komplex, eine Kurzfassung ist vielleicht Befriedigung „wissenschaftlicher“ Neugier gepaart mit Widerstand gegen Volksverarscher. Dann habe ich ein Talent im Suchen – und wer Talent hat mag es nutzten.

Was wollen Sie aufzeigen? Ob Prof. A. Subventionsbetrug begannen hat, oder dass Prof. A. unglaubwürdig ist und seine REFLEX-Ergebnisse somit keine Bedeutung haben.

Prof. A.s Forschungsgelder sind mehr als zweifelhaft, ob es Subventionsbetrug ist, müsste ein Gericht feststellen.
Prof. A. ist nicht nur unglaubwürdig sondern eine der finstersten Gestalten der deutschen Forschungsgeschichte. Dass sich die WHO-Chefin wegen seinem Tun zu einer Brandrede bei der Expo2000 genötigt sah (als Prof. A. mit REFLEX zugange war), sagt das in einem Satz.
Mit dem Forscher werden auch die Ergebnisse unglaubwürdig, zurück zur Badstraße.

Herausfinden, ob er Subventionsbetrug begannen hat, werden Sie m.E. nicht, da Sie Daten zusammentragen können und Verbindungen herstellen können, aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Letztendlich fehlt Ihnen auch eine Aussage von ihm und sie werden nie wissen, ob ihn nicht zwischendurch irgendwas bewogen hat den Ergebnissen, mit denen er nicht gerechnet hat, weiterzuverfolgen.

Nur ein Gericht kann klären, ob Prof. A. Subventionsbetrug begangen hat. Bei der Frage, ob er sich die Mittel ungerechtfertigt im Sinne von Subventionsbetrug erschlichen hat, wäre die EU Kronzeuge. Die EU-Regeln sagen möglicherweise auch etwas darüber, ob Forschungsmittel bei gefälschten Ergebnissen zurückgezahlt werden müssen.

Deshalb denke ich, stoßen Sie mit Ihren Bemühungen an Grenzen, Sie können lediglich Schmutz aufwühlen, aber Sie werden es nicht vollständig klären können.

Ich bin kein Gericht um dies zu klären, aber bei Gorleben sieht man ja, dass man „Schmutz aufwühlen“ muss, wenn man davon weg will.

Und dann geht es bei seiner REFLEX Studie um eine Sache, die aktuell eben doch von Bedeutung ist. Lösen Handys Gehirntumore aus. Eine für die Bevölkerung wichtige Frage und so ganz unbedeutend ist das Thema nicht, wie es hier immer wieder gesagt wird.

Aber nur seriöse Wissenschaftler können dazu sinnvoll beitragen.

Länder senken Grenzwerte und es wird weiter geforscht. Dafür stehen Sie ja auch.

Ich stehe für Strahlungs- bzw. Risikominimierung, weitere Forschung und Veröffentlichung des Sachstandes. Was Grenzwerte angeht, halte ich für deren Festlegung Dr. Oberfeld für genauso inkompetent wie für seine C-Netz-Studien.

Tags:
Forschungsmittel


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