Text von Doris ▼ (Elektrosensibilität)

Schmetterling @, Montag, 03.12.2007, 09:40 (vor 5477 Tagen) @ Doris

Mich stößt diese "Schlammschlacht" maßlos ab. Deshalb, weil ich bei den meisten dieser Personen davon ausgehe, dass ihr Einsatz ehrlich gemeint ist.

Eines vorab, auch ich gehe davon aus, dass bei den meisten dieser Personen der Einsatz ehrlich gemeint ist. Aber "gut gemeint" ist eben nicht immer "gut". Und auch in einer aktiven Arbeit einer BI muss ich mir die Frage stellen, wie sehr schaden mir und meiner Arbeit und somit meiner Glaubwürdigkeit manche Akteure mit ihrem Tun.

Wenn Sie von einer "Schlammschlacht" sprechen, die Sie maßlos abstößt, dann muss ich den Eindruck gewinnen, dass Ihnen die Frontleute, die Sie auf der einen Seite nicht kennen und über die Sie nicht werten mögen, doch näher stehen (mir fällt jetzt kein anderes Wort ein, weiß aber, dass Sie "näher stehen" schon mal kritisiert haben ;-) ), als z.B. spatenpauli und das IZgMF, denn letztendlich kann man die momentanen Vorgänge, die gegen das IZgMF laufen, ja auch als "Schlammschlacht" bezeichnen.

Ja, ich bezeichne alles als Schlammschlacht. Da ich auch in diesem Fall nicht über genug Hintergrund-Infos verfüge, ist das Thema für mich abgehakt.
Interessant und überdenkenswert sind die Beiträge von Herrn Krause, wie schon mal geschrieben.
Aber vielleicht gibts da zuviel bayrische Dickschädelei...

Kurzum, ich finde es sehr wichtig, in dieser Diskussion die ARbeit von den Menschen, die einen vertreten, bzw, mit denen man sich identifziert kritisch zu hinterfragen.

Das ist richtig. Ich finde es z.B. ganz dumm, falsche Behauptungen zu verbreiten.

Vieles ist häufig nicht ganz so krass gemeint, wie es im Endeffekt ankommt.
Aber Sie wissen ja selber, wie das läuft. Einer macht eine Bemerkung, ein anderer fügt ein Wörtchen hinzu, der nächste wieder eins und dann hört es ein Reporter, der ein gewisses Interesse an einer bestimmten politischen Meinung zu vertreten hat und dann ...

Welche Chancen haben diese Personen je gehabt? Haben Sie Technik/Labore mit entsprechender Ausstattung, um zweifelsfrei beweisen zu können, dass die Ursache für die verschiedensten Beschwerden Elektrosmog ist?

Ich weiß nicht, ob es nur daran liegt.

Doch, Doris, dieser Punkt wiegt sehr, sehr schwer. Überdenken Sie, welche Möglichkeiten einem Arzt zur Verfügung stehe. Glauben Sie, dass die Frau Dr. aus B. nicht auch gerne Belastbareres zur Verfügung stellen würde?

Auf gute Tipps für Ärzte bin ich jetzt sehr gespannt. Was können diese tun (`na spatenpauli? Ihre Meinung fände ich sehr interessant)?

Es gibt doch wirklich glaubwürdige Mobilfunkkritiker, die ernstgenommen werden und diese bestreiten ES auch nicht. Frau Dr. Waldmann-Selsam sieht aber offensichtlich ihr Tun nicht als chancenlos an, sonst würde sie nicht im bisherigen Stil weitermachen. Und wissen Sie, was ich eigentlich sogar traurig finde. Frau Dr. Waldmann-Selsam investiert enorm viel Energie und Zeit in ihre Fallschilderungen, reist unermüdlich durch die Lande. Aber ich befürchte einfach, sie ist mittlerweile schon so bekannt und auch von den Medien "zerrissen worden", dass sie gar keine "ernstzunehmende Gefahr" für die Gegenseite mehr darstellt. Auch das spricht für "neue Gesichter" an der Front und veränderte Strategie.

Ich weiß nicht, ob es Sinn macht zu mahnen. Hätten Sie einen besseren Tipp für die Ärztin?

Der Hauptgrund ist der politische Unwille einerseits und vor allem das Zersplittern der Bewegung. Die Uneinigkeit bietet so viele Angriffspunkte, dass nur Aufklärung im kleinen Stil was bringt. Was nützt es, die Kraft gegeneinander zu verschwenden? Wem nützt es, andere unglaubwürdig zu machen? Welche Außenwirkung hat das? (für mich: Abwenden von Mobilfunkkritik)

Das ist wie bei der Erziehung von Kindern, die Mutter hüh, der Vater hott.

Dann hätten die ES allerdings noch einen sehr weiten und fast aussichtslosen Weg vor sich. Aber trotzdem, "wenn man nichts tut, tut sich nichts", allerdings mit einer kritischen Auseinandersetzung der Betroffenen, wie man evtl. mehr erreichen könnte.

Ich sehe das nicht in erster Linie als ein Problem der ES. Auch wenn das so rüberkommt. (Und irgendwie stört es mich, wenn immer wieder auf ES so explizit hingewiesen wird.)
Ich sehe das als ein großes Problem, welches auf die Bevölkerung zukommt.
Und bitte, schieben Sie mich nicht in die Ecke Angstschürer, denn das bin ich nicht. Ich kenne mittlerweile viele kleine, größere und auch kleinste Effekte durch Funktechniken, die unter gewissen Umständen auftreten können. (Ab wann ist es ES?) Sicher sind nicht alle krankmachend. Egal, ob Hezklopfen von einem Handy, ob Kopfschmerzen bei W-Lan oder DECT, ob Engegefühl in der Brust und Herzklopfen; oder Wortfindungsstörungen, extreme Vergesslichkeit und auch Agressivität bei sehr vieler verschiedener Technik in einem Raum und bei mehreren Personen gleichzeitig, wir produzieren mit zu viel und unvernünftig angewandter Technik Leistungsminderung, Stress, ja, und vermutlich auch Krebs und evtl. Herzerkrankungen.

Und, wie schon mal geschrieben, ich habe keine Illusionen.

schöne Grüße
der Schmetterling

Troll-Wiese:
http://www.izgmf.de/scripts/forum/index.php?id=17382

--
Ich möchte nicht vergessen zu erwähnen, dass dies meine persönliche Meinung ist und keine Tatsache.

Tags:
Wortfindungsstörung


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