Strahlenflüchtlinge in einer funkvernetzten Gesellschaft (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Samstag, 27.01.2018, 14:38 (vor 684 Tagen)

Irgendjemand, so scheint es, muss in der Anti-Mobilfunk-Szene die Parole ausgegeben haben, Bücher zu schreiben, und die Bevölkerung auch auf diesem bewährten Vertriebsweg mit Desinformation zu angeblichen und tatsächlichen Risiken des Mobilfunks zu versorgen. Nach Niggli und Scheidsteger drängen jetzt auch Aschermann & Waldmann in den Buchmarkt. Das 326 Seiten umfassende Werk der beiden umstrittenen Medizinerinnern kam im Dezember 2017 zum Preis von 18,90 Euro unter dem sperrigen Titel heraus: "Elektrosensibel - Strahlenflüchtlinge in einer funkvernetzten Gesellschaft". Die Bamberger Online-Zeitung stellt das Buch mit einem huldvollen Hofbericht vor, der sich, wie kurios, auch an der Koniferenstudie von Prof. Lerchl hochzieht. Eine erste kritische Stimme wird dort in der Kommentarecke von der Münchener Elektrosensiblen Eva W. ebenso hingebungsvoll wie intensiv bekämpft. Wer die beiden Autorinnen kennt, und dies tut jeder Stammleser dieses Forums, weiß, was er zu erwarten hat. Vielleicht deshalb bietet Amazon derzeit keine Leseprobe des Buches an, denn es droht aus meiner Sicht mit Sicherheit ein kapitaler Verriss, der nur mit den üblichen penetranten 5-Sterne-Bewertungen aus Freundeskreisen wettzumachen ist.

Klappentext zum Buch
Menschen, die unter der Strahlung von Handy, WLAN, Sendemasten oder Haushaltsstrom leiden: wie leben sie, wie schützen sie sich? Elektrosensibilität kann jeden treffen, auch Technikfreunde. Die Ärztinnen Aschermann und Waldmann-Selsam bringen eindrucksvolle Fallbeispiele dazu. Im Weiteren informiert Aschermann über die längst bekannten Gefahren der elektromagnetischen Strahlung, über Abhilfemaßnahmen, über Hintergründe, weshalb sich trotz der Belege für krankmachende Effekte die Funktechnik weltweit durchgesetzt hat, und sie weist auf beunruhigende Folgen jetzt und in naher Zukunft hin.

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Desinformation, Buch, Waldmann-Selsam, EHS-Geschichte, Koniferenstudie, Kommerz, Aschermann, Marionetten, Elektrosmog-Quelle

Mitläufer im Einfluss des Ex-Tabaklobbyisten

KlaKla, Donnerstag, 01.02.2018, 10:30 (vor 680 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Donnerstag, 01.02.2018, 11:03

Auszug aus Bamberger Online

Die bislang unbekannten Dokumente wurden inzwischen vom Ministerium für Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen ohne weitere Auflagen einem Wissenschaftsjournalisten und Ökologen ausgehändigt, der seinerseits Franz Adlkofer um eine Analyse und Bewertung der Studienergebnisse bat.

Kommentar: Ich habe keinerlei Hinweise gefunden, dass N. Böhling Wissenschaftsjournalist ist. Er ist Dipl.-Geograph (Physische Geographie) und kooperiert seit langen mit der nicht praktizierenden Dr. Cornelia Waldmann-Selsam. Das Niels Böhling ausgerechnet bei dem Ex-Tabaklobbyisten Dr. Franz X. Adlkofer eine Analyse Lerchls Arbeit erbat und veröffentlichte, diese auf Verlangen von Lerchl zurück nahm und nun überarbeitet im Buch der Waldmann-Selsam/Aschermann dick aufgeblasen vermarktet, ist schon grenzwertig. Macht mir aber deutlich, wer sich hier von wen vernaschen ließ und das verwundert mich nicht.

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Eigenblut- und Ozon-Therapie für "Elektrosensible"

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 07.02.2018, 19:46 (vor 673 Tagen) @ H. Lamarr

Ein Rezensent des Ascherwald-Buches weiß daraus u.a. zu berichten:

Es werden wertvolle medizinische Tipps zur Behandlung der Symptome von Elektrosensibilität und verwandten, oftmals damit einhergehenden Leiden wie MCS, CFS usw gegeben. Immer wieder wird hier betont, wie wichtig die Ausleitung von Giften und Schwermetallen ist. Interessant finde ich persönlich den Ansatz von Eigenblut und Ozon-Therapie.

Soso, "wertvolle medizinische Tipps" also ...

Wie nicht anders zu erwarten, sind die sogenannte Ausleitung sowie die Eigenblut- und Ozon-Therapie Konstrukte der profitorientierten Alternativmedizin. Empfehlen die beiden Autorinnen tatsächlich diese dubiosen Behandlungen, sollten "Elektrosensible" sich meiner Einschätzung nach vor den beiden so schnell wie möglich in Sicherheit bringen und ihr Buch unverzüglich der Kompostierung zuführen. Wenn die bekennende "Elektrosensible" Eva Weber aus München öffentlich urteilte "Das Buch ist gut!", handelt es sich aller Voraussicht nach um eine Gefälligkeitsbewertung.

Der Rezensent betreibt seit 2012 die Website www.elektro-sensibel.de, deren Layout damit überrascht, dass der Betreiber Webdesigner ist. Der Rezensent taucht mit einem Therapeutenprofil bei einem "Bundesverband für Colon-Hydrotherapeuten e.V." auf, diese Form der Darmspülung ist ebenfalls ein nicht anerkanntes Produkt der Alternativmedizin. Nebenbei ist der Darmspüler noch Geobiologe, ein Fantasieberuf aus dem Dunstkreis der Wünschelrutengänger und ähnlichem Humbug. Zum Dienstleistungsangebot des vielseitigen Rezensenten gehören ...
- Messung & Bewertung von Belastung durch Elektrosmog (Mobilfunk, WLAN; DECT, Stromnetz usw.).
- Messung & Bewertung von Belastung durch natürliche Störfelder (Wasseradern, Brüche, Verwerfungen, Gitternetzlinien).
- Rat & Hilfe bei Sanierungsmaßnahmen zur Reduzierung der Belastung durch künstliche und natürliche Störfelder.

Game over. Next player.

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Das Mahnmal in Unterammergau

KlaKla, Donnerstag, 08.02.2018, 11:06 (vor 673 Tagen) @ H. Lamarr
bearbeitet von KlaKla, Donnerstag, 08.02.2018, 11:27

[image] Anderswo wird sicher darüber gezetert, wie pietätlos es sei, dieses Foto hier einzustellen. Aber wieso? Soweit ich verstanden habe, sollte die Inschrift auf dem Grabstein zum Nachdenken anregen. Das tat es bei mir auch. Carsten Häublein ist ein Mobilfunkopfer welches jedoch nicht den Betreibern unter geschoben werden kann. Er ist Opfer, der Mobilfunk-Hysterie. Krude Warnungen und Befürchtungen verbreiten sich dank Internet in die ganze Welt. Selbst ernannte Experten mit kommerziellem Interessierte oder dem Hang zur Selbstdarstellung springen auf dem Zug auf. EHS-betroffene Mediziner helfen nicht, sie ziehen ein nur immer tiefer in den Wahn. Sie sind total überfordert und selbst gefangen in ihrer Überzeugung. Nutznießern geht das Einzelschicksal am A... vorbei. Sie spreizen sich auch heute noch in Boulevardmedien mit ihren dumm dreisten Behauptungen. Heute ist anzunehmen, dass sich auch Geschäftemacher als anonyme als angebliche EHS im Netz herumtreiben um dem Schwund bei der Anzahl der EHS entgegen zu wirken. Besonders Übles kommt dabei aus der Schweiz.
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