Franz Adlkofer zieht Bericht über Lerchl-Studie zurück (Allgemein)

Alexander Lerchl @, Mittwoch, 16.08.2017, 22:50 (vor 483 Tagen)

Das waren ja mal ein paar aufregende Tage. Franz Adlkofer, wegen der Vorwürfe gegen die REFLEX-Studien auf Professor Alexander Lerchl aus Bremen seit Jahren stocksauer, sucht immer wieder Anlässe, um gegen seinen Widersacher zu sticheln, mit einer für einen immerhin 81-jährigen erstaunlichen Energie. Wohl leider auch mal mit zunehmender Fehlsichtigkeit.

Jüngst nahm er sich einer Pilot-Studie an, die vor fast 20 Jahren von Lerchl im Rahmen eines Forschungsprojekts mit dem Forschungsministeriums des Landes NRW durchgeführt worden war, es ging um mögliche schädigende Wirkungen von elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks auf Pflanzen. Ergebnisse waren seinerzeit schon auf einem Kongress der BEMS als Poster veröffentlicht worden. Die Berichte an das Ministerium waren naturgemäß umfangreicher, die Ergebnisse wurden aber bislang nicht veröffentlicht.

Nun meinte Adlkofer offenbar, diesem untragbaren Zustand abhelfen zu müssen, und zwar mit folgendem Argument: "Da die Mittel für das Forschungsvorhaben von einer staatlichen Einrichtung und damit von Deutschlands Bürgerinnen und Bürgern aufgebracht wurden, haben diese nach meiner Vorstellung von Demokratie das Recht zu erfahren, was mit ihrem Geld geschehen ist, dies insbesondere dann, wenn sie selbst von den Ergebnissen betroffen sind."

Huuuiii, das nenne ich eine gewagte Auslegung des Urheberrechts, denn er hat - zusammen mit dem "Wissenschaftsjournalisten" Niels Böhling - die Berichte inklusive Briefen und Unterschriften auf den Seiten der Pandora-Stiftung komplett veröffentlicht, da jener "das Material, das ihm bereitwillig überlassen wurde" (wohl vom Ministerium) Adlkofer zur Kenntnis brachte.

Das Problem ist: das durften die beiden nicht, denn es sind Urheberrechte verletzt worden. Was Lerchl mit Daten macht, die er erhoben hat, ist seine - und nur seine - Angelegenheit. Ob, wie und wann er bzw. seine Mitarbeiter etwas veröffentlichen, hat Dritte einen feuchten Kehricht zu interessieren.

Lerchl schickte eine freundliche E-Mail an Herrn Böhling, und - schwupp - war der Bericht verschwunden.

Es gibt nur aber den Cache, also den Speicher für Internet-Inhalte, und der Bericht fand sich kurze Zeit später, wenn auch ohne Bilder, wieder, und zwar bei den Schweizer Frontleuten von Gigaherz. Wieder eine freundliche E-Mail an Herrn Böhling, und - schwupp - war auch diese Kopie verschwunden.

Dies für die Chronisten der REFLEX-Saga.

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"Ein Esoteriker kann in fünf Minuten mehr Unsinn behaupten, als ein Wissenschaftler in seinem ganzen Leben widerlegen kann." Vince Ebert

Tags:
Adlkofer, Außenseiter, Ex-Tabaklobbyist, Koniferenstudie, Urheberrechtsverletzung, Lerchl, Mitstreiter, Niederlage, Zweckentfremdung, Böhling


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