Franz Adlkofer tischt neuen Bericht über Lerchl-Studie auf (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 05.01.2018, 20:53 (vor 678 Tagen) @ Alexander Lerchl

Das Problem ist: das durften die beiden nicht, denn es sind Urheberrechte verletzt worden. Was Lerchl mit Daten macht, die er erhoben hat, ist seine - und nur seine - Angelegenheit. Ob, wie und wann er bzw. seine Mitarbeiter etwas veröffentlichen, hat Dritte einen feuchten Kehricht zu interessieren.

Lerchl schickte eine freundliche E-Mail an Herrn Böhling, und - schwupp - war der Bericht verschwunden.

Doch so schnell lässt Adlkofer, der sich schon vor rd. zehn Jahren in Lerchls linke Wade verbissen hat, von ebendieser nicht ab. Pünktlich zum 1.1.2018 startete der Ex-Tabaklobbyist den Relaunch seines Berichts über die alte Lerchl-Studie (Koniferen) und hofft nun auf Beifall aus der Anti-Mobilfunk-Szene.

Adlkofer nennt sein überarbeitetes Werk gewohnt theatralisch "Baumschäden durch Mobilfunkstrahlung – Verrat an der Wissenschaft mit Folgen für den Naturschutz" (PDF, 13 Seiten) und will mit folgendem Klappentext Leser anlocken:

Im vor kurzem von der ‚Kompetenzinitiative zum Schutz von Mensch, Umwelt und Demokratie e.V.‘ publizierten Beobachtungsleitfaden Baumschäden durch Mobilfunkstrahlung von Dipl.-Forstwirt Helmut Breunig wird in Bildern aufgezeigt, wie wenig die Mobilfunktechnologie in ihrer gegenwärtigen Form mit den Prinzipien des Umweltschutzes in Einklang zu bringen ist. Dass an der Kausalität des Zusammenhangs keinerlei Zweifel mehr bestehen können, wird in der Langzeitstudie von Cornelia Waldmann-Selsam und Kollegen überzeugend belegt. Trotzdem vermitteln Industrie und Politik seit Jahren den Eindruck, dass sie an einer wissenschaft­lichen Bearbeitung des Themas nicht interessiert sind. Dazu mögen vor allem die Forschungsergebnisse des Alexander Lerchl beigetragen haben, der mit seiner Arbeitsgruppe von 1999 bis 2001 die Wirkungen der Hochfrequenzstrahlung auf verschiedene Nadelbaumarten untersucht und dabei massive strahlenbedingte Schäden nachgewiesen hat. Bei dieser Sachlage stellt sich natürlich die Frage, ob die Hochfrequenzstrahlung, die derartige Schäden in der Natur anrichtet, nicht auch eine Bedrohung für die Gesundheit der Menschen darstellt, weil sie prinzipiell gegen lebende Organismen jeder Art gerichtet ist.

Kommentar: Als ich noch in der Industrie tätig war, wurden untragbar gewordene Manager auf Mitarbeiterdeponien mit klangvollen Namen wie "Business Development" abgeschoben. Dort durften sie dann nach Herzenslust Sandburgen und Luftschlösser bauen, die niemanden mehr störten. Auch die Anti-Mobilfunk-Szene betreibt so ein Abstellgleis, nicht für Manager, sondern für untragbar gewordene Mobilfunkgegner. Wer sich dort wiederfindet, darf sich exklusiv mit dilettantischen Warn- und Alarmmeldung beschäftigen, in deren Mittelpunkt angeblich durch Funk entnadelte oder entlaubte Bäume stehen. Der jüngste Neuzugang auf diesem Gleis ist paradoxerweise zugleich der älteste Teilnehmer der dort werkelnden kleinen Selbsthilfegruppe.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Provokation, Adlkofer, Koniferenstudie, Niederlage, Böhling


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