Diagnose-Funk darf Rüge von Stoa erwarten (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 03.08.2022, 18:31 (vor 127 Tagen) @ H. Lamarr

Stoa hat Diagnose-Funk die Übersetzung des Stoa-Berichts (5G-Review von F. Belpoggi) nicht bedingungslos gestattet, sondern unter Auflagen, auf die ich jetzt nicht näher eingehen möchte.

Nach Bekanntwerden der Auflagen konnte ich Stoa davon überzeugen, dass die Übersetzung von Diagnose-Funk die Auflagen stellenweise erheblich missachtet. Beispielsweise mit der irreführenden Titelseite und mit dem tendenziösen Vorwort, das der Verein der Übersetzung vorangestellt hat, um ahnungslose oder faule Leser vorsorglich auf Linie einzuschwören. Stoa hat meinen Einwänden zugestimmt und zugesichert, bei dem Verein auf die Einhaltung der Auflagen zu drängen. Fragt sich nur, wann Brüssel auf Stuttgart zugeht ...

Noch ist beim PDF der Übersetzung alles beim Alten (Ausgabe Januar 2022), inklusive der deplatzierten Zeile "brennpunkt: Ausgabe Januar 2022", die der Layouter der Titelseite bei der Übernahme einer Layoutvorlage übersehen hat zu löschen. Wer selbst auskundschaften möchte, was sich mutmaßlich demnächst an der Übersetzung ändern wird, sollte sich ein PDF der Januar-Version angeln, um dieses mit einer kommenden jüngeren Version zu vergleichen. Im Wesentlichen sind nur die ersten vier Seiten von Belang, den Rest ackert ohnehin nur durch, der muss.

Die Frage, warum Stoa nicht selbst die Missachtung der Auflagen durch Diagnose-Funk gefunden hat ist schnell erklärt. So elefantös wichtig, wie der Verein die Review einem weismachen möchte, ist sie allein in den Echokammern der Szene. Außerhalb ist die Review nur ein Diskussionspapier von vielen, das bei Stoa als erledigt abgehakt und schon vor geraumer Zeit in die Ablage gewandert ist. Wozu also in Brüssel einen der deutschen Sprache mächtigen suchen und mit der nervtötenden Aufgabe beschäftigen, ob Auflagen eingehalten sind, die man vor vielen Monaten einmal einem Verein in Stuttgart aufgebrummt hat? Stoa hat Wichtigeres zu tun. Das Sandmännchen IZgMF nicht :-). Das CE-Kennzeichen, das Produkten auf den EU-Markt die Einhaltung europäischer Sicherheitsnormen bescheinigt, wird übrigens ähnlich gehandhabt. Hersteller und Importeure dürfen dieses wichtige Kennzeichen in alleiniger Eigenregie vergeben! Als ich einem Insider vorwarf, dies sei unverantwortlich naiv, meinte der lakonisch: Wer sollte die immensen Kosten eines besseren Verfahrens bezahlen? Und grinsend fügte er hinzu: Wenn es einer wagen sollte, Mist zu bauen, werden seine Konkurrenten schon dafür sorgen, dass er damit nicht ungestraft davon kommt.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –

Tags:
Diagnose-Funk, Täuschung, Instrumentalisierung, Brennpunkt, 5G, Irreführend, Wissenschaftsleugnung, STOA-Kampagne, Uminterpretation, STOA-Studie, Missachtung


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