Rubikon - Christoph Pfluger: Herr, hilf! (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 27.06.2019, 01:07 (vor 409 Tagen) @ KlaKla

Der Mobilfunk muss wieder ein Thema werden

Christoph Pfluger ist der Herausgeber dieses Magazins (Zeitpunkt), das, wie sollte es auch anders sein, aus der rechtssicheren Schweiz heraus die Menschheit beglücken will.

In Zusammenhang mit dem Niggli-Buch von "Fakten" zu reden, wie Pfluger dies tut, ist schon ein bemerkenswerter Beleg von fachlicher Inkomptenz (Begründung <hier>). Noch schöner demonstriert der Fan von Nigglis "Land im Strahlenmeer" seine Defizite in Beurteilungskompetenz mit der Behauptung:

Ein [sik!] solche Gesetzesänderung würde allerdings dem Referendum unterliegen. Bereits fortgeschritten seien die Bemühungen, zur Verstärkung der Leistung der bestehenden Antennen die Grenzwerte zu senken. Die Alternative wäre das Glasfaserkabel, das aber Installationen in den Häusern erfordert.

Pfluger hat nichts verstanden, meldet sich aber trotzdem zu Wort. Mit der Esoterik von Nigglis "Blasenmeridian" scheint er hingegen bestens klar zu kommen. War die technisch ahnungslose Anti-Mobilfunk-Szene schon eine der sieben Plagen der Neuzeit, wird diese von den pseudowissenschaftlichen Esoterikern, die sich mit teils grotesker Desinformation zunehmend in die Mobilfunkdebatte einmischen, noch übertroffen.

Die Grenzwerte in der Schweiz sollen selbstredend nicht gesenkt, sondern angehoben werden und was Pfluger über die Alternative Lichtwellenleiter (LWL) schreibt, ist einfach nur Stuss. Sogar Forrest Gump würde auf Anhieb begreifen, LWL können die Kupferkabel des Festnetzes breitbandig ersetzen, niemals aber Mobilfunk. Dieser LWL-Quatsch geistert schon länger durch die fachlich restlos überforderte Anti-Mobilfunk-Szene, die nur nachplappert, was ihre "Experten" in Fieberträumen ausschwitzen. Mutmaßliche Quelle des dummen Gerüchts: Ist das Gelände unwegsam, werden sich mit 5G einsame Gehöfte über Richtfunkstrecken breitbandig und drahtlos ans 5G-Netz anschließen lassen, 5G-Basisstationen sowieso. Das ist seit Jahrzehnten bewährte Technik, die mit 5G noch viel leistungsfähiger und preislich attraktiver werden wird, da eine einzige "adaptive 5G-Antenne" mehrere "fixed User" (Haushalte) versorgen kann. Diese speziellen Funkverbindungen aber haben mit öffentlichen Mobilfunk nichts zu tun. Theoretisch könnten diese Richtfunkstrecken durch LWL ersetzt werden. Praktisch tut dies aber niemand, weil die Kosten der LWL-Verlegung im Vergleich zu den Kosten der "Installationen in den Häusern" astronomisch hoch wären. Ganz anders in dicht besiedelten Regionen, dort ist FTTH (Fiber to the Home) tatsächlich eine Alternative, aber eben nur zum Kupfer, nicht zum öffentlichen Mobilfunk.

Im Text des Herrn Pfluger lauern noch weitere Tretminen, ich habe mir nur meinen Favoriten herausgepickt. Gäbe es eine politische Partei, die das Erschaffen und Verbreiten von Fake-News strafbewehrt ahnden würde, sie wäre wohl meine Wahl :-).

Hintergrund
Warum die Schweiz Betrüger anzieht wie das Licht die Motten

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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