Bürgerwelle: Rente für elektrosensiblen Telekom-Angestellten (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Montag, 24.04.2017, 12:56 (vor 850 Tagen) @ H. Lamarr

Die Bürgerwelle verblüfft mit der Meldung:

Elektrosensibler Telekom-Angestellter erlangt Rente wegen Erwerbsunfähigkeit infolge WLAN am Arbeitsplatz

Das Madrider Obergericht anerkennt das Rentenbezugsrecht, welches die staatliche Sozialversicherungsanstalt INSS verweigert hatte

Meint man im allerersten Moment noch, es ginge um den Fall Roberto Romeo, stellt sich schnell heraus: Die Bürgerwelle hat diesen aktuellen Fall noch gar nicht auf dem Schirm (Stand: heute, 12:34 Uhr), sondern berichtet von einem Fall aus Spanien, der sich bereits im Herbst 2016 zugetragen hat.

Für die Verwechslung verantwortlich ist Dilettantismus der Bürgerwelle. Denn während Roberto Romeo zweifelsfrei ein Angestellter der Telecom Italia ist, darf man sich bei dem Fall aus Spanien verwundert am Kopf kratzen: Die Bürgerwelle ernennt das dortige "Elektrosmog-Opfer" in der Titelzeile zu einem Angestellten der Telekom (vergl. Deutsche Telekom), nur um den Leser unverzüglich im ersten Satz des Fließtexte mit der Information zu verwirren, der Betroffene sei "Ein Telekommunikationsingenieur, der bei Ericsson arbeitet".

Das ist redaktionell eine ziemlich trübe Leistung. Vermutlich geriet der Autor des Bürgerwellentextes auf den Holzweg, weil er "Angestellter bei einem Unternehmen der Telekommunikationsindustrie" irreführend auf "Telekom-Angestellter" verkürzte.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Dilettantismus, Bürgerwelle


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