Durchschnittsnutzer erst in 255 Jahren in Gefahr (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 22.04.2017, 13:52 (vor 958 Tagen) @ KlaKla

Der Kläger, Roberto Romeo, hatte nach eigenen Angaben 15 Jahre lang täglich drei bis vier Stunden mit seinem Handy telefoniert.

Machen wir mal eine Überschlagsberechnung, um Panikmachern der Buchner-Klasse den Wind aus den Segeln zu nehmen.

Pro Jahr gibt es im Mittel 250 Arbeitstage. In den 15 Jahren hat Roberto also ungefähr
15 x 250 x 3,5 Stunden = 13'125 Stunden mobil telefoniert.

Der türkischen Presseagentur Ajans Press zufolge, telefonierte 2016 ein Europäer im Mittel 257 Minuten im Monat mobil (4,28 Stunden pro Monat).

Wie lange dauert es, bis ein europäischer Durchschnittsnutzer auf 13'125 Stunden am Telefon und damit in die mögliche Gefahrenzone kommt?

13'125 Stunden/4,28 Stunden pro Monat = 3067 Monate = 255 Jahre

Unter der Annahme, die Daten von Ajans stimmen halbwegs, ist das Urteil von Ivrea für Durchschnittsnutzer ohne Bedeutung. Selbst Türken, die gemäß Ajans mit 436 Minuten pro Monat fast doppelt so viel telefonieren wie der Durchschnittseuropäer, brauchen immerhin noch 150 Jahre, um es mit Roberto Romeo aufnehmen zu können.

Ich meine, diese Relativierung ist mit allen ihren Schwächen noch immer aussagekräftig genug, um den Alarm, den die üblichen Verdächtigen blasen werden, in aller Ruhe über sich ergehen zu lassen. Ausnahmen bestätigen die Regel, das wussten schon die alten Griechen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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