"Nunis"-Bericht beendet Thema EHS-Kühe in der Schweiz (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 05.08.2016, 19:01 (vor 1226 Tagen) @ H. Lamarr

Der Bericht der Meldestelle "Nunis" wurde vom schweizerischen Bafu bislang nicht veröffentlicht.

Dies wird aller Voraussicht nach auch nicht geschehen. Prof. Hässig wird die Ergebnisse von "Nunis" in einer veterinärmedizinischen Fachzeitschrift veröffentlichen.

Das hat der Prof. Hässig mit einem 3-seitigen Kurzbericht getan, veröffentlicht im November 2015 in "Schweizer Archiv für Tierheilkunde".

Der Kurzbericht nennt über die bekannten Informationen hinaus zahlreiche weitere Daten. So wurde die Website der Meldestelle 576-mal aufgerufen, ohne dass ein Fragebogen ausgefüllt wurde. Von den 44 auswertbaren Fragebögen waren nur 18 vollständig ausgefüllt. Bemerkenswert: Gemeldet wurden 22 elektrosensible Rinder und zehn elektrosensible Pferde, jedoch nur ein einziges elektrosensibles Schwein. Dies sollte den Herrn Eger, Buchner und Hopper zu denken geben. Ebenfalls bemerkenswert: 41 der 44 auswertbaren Fragebögen kamen aus der Deutschschweiz, zwei aus der Welschschweiz und ein einziger aus der italienischen Schweiz. Ein unerwartetes Ergebnis, denn angeboten wurde der Fragebogen in den drei Amtssprachen der Schweiz.

Gemäß Kurzbericht haben 1 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz den Fragebogen angesehen und ein Interesse an der Thematik bekundet, aber weniger als 1 Promille hat den Fragebogen ausgefüllt, was unter den Erwartungen läge. Als eine der möglichen Ursachen für die schwache Resonanz nennt Prof. Hässig:

NIS und Kriechströme stellen in der Landwirtschaft kein wichtiges Problem dar: Die Problematik scheint in der Öffentlichkeit grösser zu sein, als sie wirklich ist, möglicherweise deshalb, weil sich in der Vergangenheit einige wenige betroffene Landwirte wirkungsvoll mediales Gehör verschaffen konnten.

Zusammenfassend schließt der Kurzbericht ziemlich enttäuscht damit, dass, aufgrund des geringen Interesses der Tierhalter für Probleme mit Verdacht auf NIS oder vagabundierende Ströme, die Gesundheitsprobleme beim Nutztier von untergeordneter Bedeutung sind. Da die Symptomatik vielfältig und die örtliche Wahrnehmung unterschiedlich seien, könne unmöglich eine klare Aussage getroffen werden.

Hintergrund
Rindergesundheitsdienst (CH) erfasste Probleme mit Mobilfunk

[Admin: Hintergrund hinzu gefügt am 14.08.2016]

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Schweiz, Rinder, Landwirt, Meldestelle, Hässig


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