Meldestelle für EHS-Kühe bringt Mobilfunkgegner zum Schweigen (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Sonntag, 28.06.2015, 17:42 (vor 1625 Tagen) @ H. Lamarr

Die schweizerische Bauernzeitung fasst das Ergebnis der Meldestelle zusammen.

Auch schweizerbauer.ch und ufarevue.ch berichten.

Nur die Webseiten der Anti-Mobilfunk-Szene schweigen durch die Bank betreten und informieren ihre Leser nicht über das Ergebnis der Meldestelle, die sie noch vor einem Jahr mit mehr oder weniger großem TamTam angekündigt und begrüßt hatten.

Die Ursache für dieses kollektive Wegstarren wird deutlich, wenn man sich den Beitrag ansieht, den der scheidende Gigaherz-Präsident am 8. März 2014 fabriziert hat. Herr Jakob machte zum Auftakt großes TamTam und schrieb:

Nach reiflicher Überlegung kommen wir jedoch zum Schluss, dass die Teilnahme an der Studie zu empfehlen ist. Besonders weil durch die geschaffene Meldestelle die Anzahl geschädigter Landwirte und Tiere jetzt bekannt wird oder zumindest hochgerechnet werden kann.

Jetzt, nachdem raus ist, dass weniger als 1 Promille der rund 55'200 Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz sich gemeldet haben, schmilzt die verstohlene Erwartung des Herrn Jakob auf erschreckend hohen Zahlen dahin wie ein Eiswürfel unter der Sonne des Südens.

Game over. Next player.

Sollte sich der scheidende Gigaherz-Präsident nachträglich doch noch zu der äußerst bescheidenen Resonanz auf die Meldestelle äußern hat er nicht viel Spielraum, das für ihn bedrückende Resultat schön zu reden. Ich gehe davon aus er wird, wenn er sich überhaupt traut, auf eines seiner fantastischen Verschwörungsmärchen zurück greifen.

Objektiv betrachtet ist die unisono ausbleibende Reaktion der Anti-Mobilfunk-Szene auf die schwache Nutzung der Meldestelle ein weiterer Beleg dafür, wie verzerrt, um nicht zu sagen verlogen, die Websites dieser ums Überleben kämpfenden Szene die Realität der Mobilfunkdebatte an ihre Leser heran trägt: Negativmeldungen werden unterdrückt, Positivmeldungen werden präsentiert wie durch ein Vergrößerungsglas betrachtet. Ein klassisches Beispiel für diese Jubelpropaganda ist die Quartalsbroschüre "kompakt" des Anti-Mobilfunk-Vereins Diagnose-Funk: Wer diese hübsche Hauspostille durchblättert, kann gar nicht anders als den Eindruck gewinnen, er habe es mit einer agilen Truppe zu tun, die tatendurstig und erfolgreich nach höherem strebt. Zu ähnlichen Schlüssen konnte auch kommen, wer Mitte April 1945 Zitronenlimo im Führerbunker ablieferte und dem überaus geschäftigen Treiben dort ausgesetzt war. Auch die Feiern zum 40. Jahrestag der DDR im Oktober 1989 würde ich als Analogie für eine bizarre Mehr-Schein-als-Sein-Aufführung gelten lassen :-).

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Game over, BauernZeitung


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