Jakob über die Meldestelle: erst Hui, dann Pfui (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 03.01.2019, 21:25 (vor 1987 Tagen) @ H. Lamarr

Gemäß Kurzbericht haben 1 Prozent der Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz den Fragebogen angesehen und ein Interesse an der Thematik bekundet, aber weniger als 1 Promille hat den Fragebogen ausgefüllt, was unter den Erwartungen läge.

Im Originaltext von Prof. Hässig lautet die obige Passage:

In der Schweiz gab es 2013 55’200 Landwirtschaftsbetriebe (Angaben BFS: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/07/01/key.html Stand 21.5.15). Aufgrund dieser Zahlen haben 1% der Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz den FB angesehen und ein Interesse an der Thematik bekundet,
aber weniger als 1‰ hat den FB ausgefüllt ...

Dazu meint Hans-U. Jakob, Präsident eines schweizerischen Anti-Mobilfunk-Vereins:

Es grenzt an groben Unfug, wenn behauptet wird von den 55‘200 betroffenen Landwirtschaftsbetrieben hätten sich nur gerade 44, also weniger als 1Promille gemeldet. [...]

Dabei war Gigaherz-Jakob anfangs noch so optimistisch, dass die Meldestelle Wasser auf seine Mühlen transportieren wird. Zum Starttermin empfahl er seinen verstörten Lesern auf einer eigens eingerichteten Seite Tierärztliche Beratung die Teilnahme an der Meldestelle bzw. an der damit einhergehenden Studie:

Nach reiflicher Überlegung kommen wir jedoch zum Schluss, dass die Teilnahme an der Studie zu empfehlen ist. Besonders weil durch die geschaffene Meldestelle die Anzahl geschädigter Landwirte und Tiere jetzt bekannt wird oder zumindest hochgerechnet werden kann.

Und Prof. Dr. Michael Hässig wird sich bestimmt nicht noch einmal von Gesundbetern ins Handwerk pfuschen lassen, wie seinerzeit bei der Studie über die Kälberblindheit.

Jakobs Tonlage änderte sich Mitte 2015 abrupt, als sich abzeichnete, dass die schwache Teilnahme an der Studie alle seine Hoffnungen zunichte machte. Schlagartig schwand seine Erinnerung, dass er selbst die Teilnahme an der Studie empfohlen hatte. Da das "richtige" Ergebnis nicht zustande kam, nörgelte er fortan an den Studienergebnissen von Prof. Hässig herum. Mit Erfolg: Hässig hat seither die Nase voll von Mobilfunkgegnern, er zog sich 2015 von der weiteren Erforschung vermeintlich elektrosensibler Nutztiere zurück und hinterließ eine Lücke, die nach wie vor offen ist.

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Jedes komplexe Problem hat eine Lösung, die einfach, naheliegend, plausibel – und falsch ist.
– Frei nach Henry Louis Mencken (1880–1956) –


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