Wie ein Elektrosmog-Phobiker das "Internet of Things" sieht (Technik)

H. Lamarr @, München, Donnerstag, 09.06.2016, 13:20 (vor 1282 Tagen) @ H. Lamarr

Sehen sich Elektrosmog-Phobiker heute tausenden strahlenden Gegnern gegenüber, werden es in ein paar Jahren Millionen und später Milliarden sein. Industrie 4.0 und das Internet der Dinge (IoT) werden die Phobiker überrollen, so wie die turmhohe Flutwelle im Lothar-Emmerich-Katastrophenfilm "2012" die Stadt Washington weggefegt hat.

Ein praktisches Beispiel wäre ein funkgestütztes Parkleitsystem, das Parkplatzsuchern hilft, schnell einen freien Parkplatz zu finden. Swisscom hat so ein System kürzlich am Parkplatz vor Schloss Lenzburg eingerichtet, wie im Gigaherz-Forum von Frau Buchs bedauert wird. Quell ihres Copy-Paste-Eintrags ist ein Beitrag in dem meiner Meinung nach verlogenen Magazin "Gesundheitstipp", das seit Jahren gezielt unbegründete Ängste gegenüber Elektrosmog schürt. Die Behauptung "Fachleute befürchten Gesundheitsschäden" ist die pure Verarschung der Leser, denn die Elektrosmog-"Fachleute", die Gesundheitstipp meiner Erfahrung nach aus dem Hut zaubern kann, sind keine, sondern clevere Geschäftemacher, die mit der Angst vor Elektrosmog ihr Auskommen bestreiten.

Ich finde das kritisierte Parkleitsystem sehr praktisch und umweltschonend.

Ein Link auf der Gigaherz-Seite führt zu Swisscom, dort werden weitere Beispiele für Funkvernetzung gebracht. So der Briefkasten, der, wenn der Postbote einen Brief einwirft, dem Herrn oder der Frau des Hauses per Funktelegramm meldet: Post ist da! Gefällt mir ebenfalls sehr, als Bewohner im 3. Stock wäre dies ein Segen, wenn dringende Post erwartet wird.

"Conviva", die derzeit tragende Säule des Giagherz-Forums, hingegen sieht den Untergang der Zivilisation kommen und ist damit ein schönes Beispiel für die befremdliche Wahrnehmungsverzerrung, die überzeugte Mobilfunkgegner befällt, sobald sie auf das Wort "Funk" stoßen:

Wer so viel Erinnerungshilfen braucht, wie sie auf der Seite dieses Betreibers angeboten werden, leidet womöglich an den chronifizierten Folgen der Strahlenbelastung, die von den dort angebotenen Techniken hervorgerufen werden.
Dabei kommt das daher wie ein paradisisches Versprechen einer Leichtigkeit zu leben, die sich gibt, als sei die Hellsichtigkeit nun allgemein für jeden in allen Situationen verfügbar. Auf geht's in ein Schlaraffenland mentaler Ersatzfähigkeiten. Man hebt ab wie ein Papierflieger. Mal sehen, wo wir landen.

Die subjektiv empfundene Notlage von "Conviva" macht sich in Frust und Hilflosigkeit Luft. Technisch unqualifizierte Funkgegner wie dieser miesepetrige Teilnehmer haben in der Zukunft keinen Platz mehr. Wer aber einen Funken technisches Verständnis für die Funkvernetzung mit IoT-/Industrie-4.0-Gerätschaft aufbringt, kann sich auch als Funkgegner mit dieser Entwicklung bestens arrangieren. Denn die Funkimmission, die sie der Menschheit bringt, ist verschwindend gering, der Nutzen hingegen außerordentlich.

Hintergrund
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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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