W-LAN-Ängste dürfen Faktenlage nicht übertrumpfen! (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Samstag, 02.05.2015, 14:02 (vor 1853 Tagen) @ H. Lamarr

Seit ein paar Wochen häufen sich in auffälliger Weise die großen und kleinen Angriffe der vereinigten Mobilfunkgegner gegen W-LAN. So als ob die Parole ausgegeben wurde: Und jetzt alle auf W-LAN.

Die Geschäftsidee, W-LAN zur Seuche der 201X-Jahre zu erklären, hat sich weltweit durchgesetzt. In Kanada etwa sägt seit Jahren die bekannte EMF-Alarmistin Magda Havas diesen Stamm. Mit Erfolg: Auch im Norden Amerikas sorgen sich, nachdem die Maya-Kalender-Angst 2012 schadlos überstanden wurde, Eltern jetzt grundlos vor dem Schein-Risiko W-LAN. Von organisierter Anti-Funk-Hetze völlig verunsichert, drängten Eltern in der kanadischen Provinz Alberta hilfesuchend danach, den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu möglichen gesundheitlichen Nebenwirkungen von W-LAN zu betrachten.

Hierzulande ist die organisierte W-LAN-Hetze auf solche Hilferufe vorbereitet und bietet - aus meiner Sicht unbrauchbares - "Informationsmaterial" an. Unbrauchbar deshalb, weil mit Tunnelblick erstellt, fachlich höchst fragwürdig, personell von selbsternannten "Experten" verfasst und, dieser Verdacht hält sich hartnäckig, aus verdecktem kommerziellen Interesse herausgegeben. Nachfolgend ein Beispiel für tendenziöses Informationsmaterial, gesteckt in einen seriös wirkenden Anzug:

Dr. Klaus Scheler: Sollen Schulen WLAN-Netze einrichten oder Alternativen bevorzugen? (PDF)

Auch der Anti-Mobilfunk-Verein Diagnose-Funk haut in die selbe Kerbe, will für seine gebündelte Desinformation zu W-LAN sogar noch Geld haben!

Zurück nach Alberta, Kanada.

Dort hat sich die Kolumnistin Paula Simons des Hilferufs der verunsicherten Eltern angenommen und den Artikel Wi-Fi fears mustn’t trump facts in Alberta classrooms geschrieben. Die mMn entscheidende Passage daraus lautet:

But there is absolutely no scientific evidence — none at all — that ordinary exposure to Wi-Fi causes any kind of physiological harm. Health Canada, the Royal Society of Canada, U.S. National Institutes of Health, the Norwegian Institute of Public Health, the World Health Organization: all agree. There is no perceptible risk from exposure to wireless networks.

Im Orginal enthält dieser Leitsatz diverse Links zu Quellen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Geschäftsmodell, BUND, Rentner, Diagnose-Funk, Tunnelblick, Schule, LIMES-NRW, Scheler, Pädagoge, Heidelberg


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