Falscher Alarm ./. falsche Entwarnung (Allgemein)

H. Lamarr @, München, Freitag, 04.03.2011, 00:47 (vor 3318 Tagen) @ Doris

Und wie sieht es bei unangemessenen entwarnenden Darstellungen aus?

Spielen wir's einfach mal (fiktiv) durch:

A. Unangemessen alamierende Darstellung
"Doris", Ihr Sohn kriegt ab seinem 40sten Lebensjahr wahrscheinlich Krebs, weil Sie während der Schwangerschaft etwa 2 Zigaretten täglich geraucht haben.

B. Unangemessen entwarnende Darstellung
Freuen Sie sich "Doris", Ihr Sohn kriegt ab seinem 40sten Lebensjahr keinen Krebs, nur weil Sie während der Schwangerschaft etwa 2 Zigaretten täglich geraucht haben.

Über den Wahrheitsgehalt von A und B brauchen wir nicht zu befinden, wir gehen davon aus, dass beide Meldungen falsch sind und die Art zu informieren unangemessen ist. Wie also reagieren wohl die Leser auf die Falschmeldungen:

A. macht rückwirkend allen Müttern Angst, die in der Schwangerschaft geraucht haben. Die Kinder dürfen sich gleich mit ängstigen. Werdende Mütter stellen aus Furcht das Rauchen ein.


B. bewirkt eigentlich nur Achselzucken. Es sei denn, Mütter wurden durch A. zuvor in den Angsttunnel getrieben, dann holt B. sie dort wieder raus und spendet Erleichterung. Werdende Mütter werden zum Rauchen verleitet.

Wenn die Formel stimmt, dass Angst krank macht, dann ist A. (unangemessen alarmierende Darstellung) das schlimmere Vergehen, das allein A. anhaftet. Der positive Effekt von A. (werdende Mütter stellen Rauchen ein) kürzt sich gegen den negativen Effekt von B. raus (werdende Mütter rauchen unbesorgt weiter).

So ganz geheuer ist mir das Fazit "A. ist schlimmer als B." zwar selbst nicht, auf die Schnelle fällt mir aber nichts mehr ein, womit ich mich selber entkräften könnte. Solche theoretischen Betrachtungen liegen mir nicht allzu sehr, es duftet ein wenig nach "wuff". Doch wenn Ihnen dazu etwas einfällt, nur zu ...

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!


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