Ohne Worte (Forschung)

Sektor3, Dienstag, 16.02.2010, 11:34 (vor 4272 Tagen) @ H. Lamarr

Das Problem ist einfach, dass sich hinter der "doofen" Reflex-Studie der wohl größte Wissenschaftsskandal Deutschlands versteckt. Es sind zu viele Forscher, Unis, Institute, Politiker, etc. daran beteiligt.

Alexander Lerchl ist nicht der einzige ungeliebte Unbequeme. Den kritischen Arzneimittelprüfer Peter Sawicki hat es noch ärger erwischt, die Unionsfraktion will seinen Kopf.

Er ist Pharmaindustrie und schwarz-gelber Regierung ein Dorn im Auge: Die Koalition arbeitet an der Ablösung des Leiters des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Peter Sawicki. Nun fordern Ärzte in einer Petition an den Bundesgesundheitsminister, ihn weiter zu beschäftigen.

Bekanntlich wurde Sawicki als Leiter des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) mittlerweile abgesägt.

Der "stern" berichtete schon 2006 über einen vehementen Sawicki-Kritiker, Professor Heinz Letzel, einer der vielen Tabakleute, die das Ansehen der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München ungestört bis heute beschädigen.
Der Artikel geht auch auf Letzels Tabakverbindungen ein und berichtet über einen weiteren netten Herrn, der die Propaganda gegen Sawicki leitete, der "allein von Januar bis März 2006 mehr als eine Million Euro von Pharmafirmen und PR-Agenturen bekommen" habe.

Angesichts des Facettenreichtums des Artikels konnte ich mich gar nicht für eine Überschrift entscheiden:

Prof. A. hat Letzel übrigens noch 2001 mit dessen Passivrauch-Studie zitiert und hat Letzel 1996 als Beobachter der Tabakindustrie bei der IARC vorgeschlagen.

Die im stern beschriebenen PR-Methoden sind keine Erfindung der Pharma-Industrie:
1991 waren "Inteviews" über Passivrauchen geplant, bei denen Prof. A., Überla, Letzel, Schmähl und Lee Freunde genannt werden.

Tags:
IARC, Ex-Tabaklobbyist, PR-Agentur


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