FGF-Newsletter 2/2009 (Allgemein)

Doris @, Mittwoch, 12.08.2009, 16:40 (vor 4261 Tagen)
bearbeitet von Doris, Mittwoch, 12.08.2009, 17:01

Bevor ich mich die nächsten paar Tage dem dolce vita zuwende, habe ich noch was Interessantes von der FGF

Newsletter 2/2009 (32 Seiten)

Einzelartikel:

Editorial

Ergebnisse des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF)
Professor Roland Glaser: Einschätzung aus Sicht eines Biophysikers
PhD Kenneth R. Foster: Abschluss des DMF zu Gesundheitsrisiken des Mobilfunks
Professor A. Lerchl: Bewertung der Ergebnisse aus tierexperimentellen Studien des DMF
Professor M. Wuschek, Dr.-Ing. C. Bornkessel: Ergebnisse zu Dosimetriestudien

Die Publikationen der Gruppe "Bioinitiative" in der Zeitschrift "Pathophysiology" 2009

Immer mehr Konfusion statt Klarheit - Publikationen einer finnischen Arbeitsgruppe aus Kuopio

Rubrik: Neues aus der Wissenschaft

Die 17. und 18. Mitgliederversammlung der FGF

Rubrik: Nachrichten

Bericht für die Bereiche Biologie, Biophysik und Epidemiologie zur gemeinsamen Tagung von European Bioelectromagnetics Association (EBEA) und Bioelectromagnetics Society (BEMS) in Davos 2009

„Nicht-thermische“ HF-Effekte und molekulare Thermorezeptoren

Kommentar:

Sehr interessant ist der Beitrag "Neues aus der Wissenschaft". Dr. Glaser analysiert etliche Studien, die mir aus dem EMF-Portal bekannt sind. (in der 8-seitigen online-Ausgabe) Auch ein paar "Lieblingsarbeiten" der Kritiker (das sind die Arbeiten, die schon lange die eindeutige Schädlichkeit des Mobilfunks beweisen ;-) ) werden von ihm recht interessant kommentiert.
Ganz besonders interessant fand ich die Hintergrundinformation zur Arbeit von Rubin et al (die hier im Forum hingebungsvoll diskutiert wurde.)
Es geht um diese Arbeit hier

Kann Evidenz die Einstellung verändern? Berichtete Mobilfunk-Sensibilität nach individueller Rückmeldung über die Unfähigkeit, tatsächliche von Schein-Signalen zu unterscheiden.

Dazu der Kommentar von Dr. Glaser:
Wirkt die Erkenntnis eines Negativ-Tests auf das Verhalten vermeintlich „Elektrosensibler“
zurück?
Vor zwei Jahren berichteten Rubin et al. vom King’s College
London über einen Doppelblind-Provokations-Test an 69 Personen, die angaben,
spätestens 20 Minuten nach Nutzung eines GSM-Handys unter Kopfschmerzen
oder ähnlichen Beschwerden zu leiden. Tatsächlich stellte sich dies als Nocebo-
Effekt heraus; bei keinem der Teilnehmer konnte ein Zusammenhang der Beschwerden
mit der Exposition festgestellt werden. 58 davon nahmen ein halbes
Jahr danach an einem neuen Test teil, der ebenfalls negativ ausfiel. Die Autoren
analysieren nun, wie diese Ergebnisse möglicherweise rückwirkend die Teilnehmer
beeinflussten. Obgleich einige davon tatsächlich schlussfolgerten, dass ihr Problem
psychologische Gründe haben könnte, zeigten 61 % der Probanden keine Einsicht.
Als Argumente galten: Zweifel an der verwendeten Technik, Zweifel an der Wissenschaft
allgemein, Annahme eines Betrugs im Interesse der Mobilfunkindustrie,
verfestigter Glaube an schädliche Effekten generell. Die Autoren kommen zu dem
Schluss, dass eine Gegenüberstellung der Patienten mit den Negativbefunden der
Tests nicht ausreicht, um einen Heilungs- oder Umdenkungsprozess einzuleiten.

So, und mehr habe ich jetzt nicht zu sagen, da ich die anderen Sachen noch nicht gelesen habe und dies die nächsten Tage ganz sicherlich auch nicht tun werde. :wink:

Quelle: FGF Newsletter 2/2009

Tags:
FGF, Glaser, Rubin, BEMS-Tagung


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