Arzt-Patienten-Symbiose in Sachen ES (Elektrosensibilität)

H. Lamarr @, München, Mittwoch, 01.07.2009, 12:49 (vor 3820 Tagen) @ KlaKla

Dr. Mutter erstellte ein Gutachten und bescheinigt damit Ulrich Weiner seine Elektrosensibilität

Das Problem ist, M. behauptet nur, er könne ES diagnostizieren, einen objektiv gültigen Nachweis dafür gibt es nicht. Auch keine allgemeingültigen Diagnoseverfahren, die wiederholbare Resultate erbringen könnten. Und so haben einige wenige ES individuelle Atteste von ihnen vertrauten Ärzten, Frau Sohmer in Oberammergau hat ihres z.B. von einem Orthopäden bekommen. Da liegt der Verdacht auf der Hand, hier handle es sich um Gefälligkeitsgutachten, denn auch Mediziner sind keine Heiligen - wer kennt nicht einen Arzt, der einen ohne Befund nur auf Lamentieren hin mal ein paar Tage krank schreibt.

W. stützt M. und M. stützt W. So wie aus einem umgedrehten M ein W wird und umgekehrt. Womit wir wieder beim Zirkelschluss angekommen sind, also beim Versuch etwas zu beweisen, wobei die Aussage selbst zugleich als Voraussetzung hergenommen wird. Dieser Selbstbezug, schreibt Wikipedia, kann auch über mehrere Stufen geschehen, sodass der Zirkelschluss einem unvorsichtigen Betrachter, oder gar dem Urheber selbst, verborgen bleibt.

Weiter heißt es dort: Zirkelschlüsse sind ... keine legitime Form des logischen Schließens, es handelt sich um einen logischen Fehler. Sie werden aber dennoch gerne verwendet, um wissenschaftlich nicht haltbare angebliche Tatsachen, aber auch Glaubenselemente zu „beweisen“ und so Anhänger für eine Idee bzw. Ideologie zu gewinnen.

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Nicht die Masten sind das Problem, sondern die Handys!

Tags:
Weiner, Gefälligkeitsgutachten, Logik, Mutter, Arzt, Zirkelschluss, Mediziner, Gutachter, Gefälligkeit


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