Viele Sender verursachen weniger Strahlenbelastung (Allgemein)

KlaKla, Freitag, 05.12.2008, 10:31 (vor 4474 Tagen)

LINDAU (mb) Und die Informationen, die er zu bieten hatte, waren in der Tat bemerkenswert.

Erstens: Je kleiner die Mobilfunkzelle ist, desto geringer ist die Strahlenbelastung. Will heißen: Wenn ein Betreiber zum Beispiel in einer Innenstadtlage viele Basisstationen aufstellt, dann kommen diese mit einer verhältnismäßig geringen Sendeleistung aus, weil sie nur einen kleinen Bereich versorgen müssen. Und wenn ein Handy bei einer solchen Station eingebucht ist, dann verringert es automatisch seine Leistung. Daraus folgt, dass viele Basisstationen nicht mehr, sondern weniger Strahlenbelastung verursachen.

Zweitens: Je höher eine Sendeanlage steht, desto besser und desto geringer ist die Sendeleistung, die nötig ist, um viele Handys zu erreichen.

Drittens: Die Strahlenbelastung, die durch eine Antennenanlage entsteht, ist erheblich geringer, als die des Handys selbst beim Telefonieren. Wenn man eine Minute mit einem Handy telefoniert, das mit voller Leistung sendet, führe das zu höherer Belastung als wochenlanger Aufenthalt im Umkreis einer Basisstation.

Zwei Prozent vom Grenzwert
Was den Funkmast bei Oberreitnau angeht, bedeutet das nach Wuscheks Einschätzung, dass die Strahlenbelastung in der Umgebung voraussichtlich zwischen zwei und drei Prozent des gesetzlich vorgegebenen Grenzwertes liegen werde. Dies sei sogar noch deutlich unterhalb des (deutlich schärferen) Schweizer Grenzwerts für Kinderspielplätze. Der Funkmast mit seiner erhöhten Position biete die beste Voraussetzung, um die Belastung möglichst gering zu halten, wobei die Belastung in der direkten Umgebung des Mastes am geringsten sei, da die Antennen auf die Bereiche ausgerichtet würden, wo am meisten telefoniert wird.

Auf die Frage, ob die Stadt die Betreiber dazu anhalten könne, dass sich möglichst viele zusammenschließen und einen gemeinsamen Mast nutzen, antwortete Wuschek, dass dies die Mobilfunkbetreiber in der Regel von sich aus täten, da sie so Geld sparen könnten. Im Fall des Mastes auf dem Sulzenberg, berichtete Reinhold Pohl vom Stadtbauamt, habe O2 von sich aus bereits weitere Betreiber angesprochen, um ihnen einen Platz auf dem Mast anzubieten.

Die Mehrheit des Bauausschusses zog aus den Erkenntnissen die Konsequenz, dem Bauantrag zuzustimmen. Thomas Hummler (CSU) allerdings stellte vor dem Hintergrund der neuen Informationen die Entscheidung des Stadtrates aus dem März 2003 in Frage, keine neuen Basisstationen auf öffentlichen Gebäuden zuzulassen, beziehungsweise auslaufende Verträge nicht zu verlängern.

Er wollte bereits den Antrag stellen, diese Entscheidung aufzuheben, da damit die gewünschte Wirkung - nämlich weniger Strahlenbelastung - gerade nicht erreicht werde. :clap: :clap: :clap:

Quelle: Schwäbische Zeitung

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Meine Meinungsäußerung

Tags:
Schwäbische, Netzverdichtung, Feldstärke, Immission, Wuschek, Minimierung, Basisstation, BTS, Konsequenzen, Feldbelastung


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