Fragen nicht beantwortet (Elektrosensibilität)

Raylauncher @, Montag, 22.09.2008, 17:48 (vor 4584 Tagen) @ Siegfried Zwerenz

Herr Zwerenz,
in Ihren Ausführungen kann ich keine neuen, wesentlichen Aspekte erkennen.

Bevor wir uns hier in Nebensächlichkeiten verlieren, möchte ich nochmals an die Klarstellung von offenen Punkten aus dem letzten Posting erinnern.

Sie schrieben:

Da ich an dieser Stelle Mobilfunk untersucht habe, grenzen wir mein Experiment auf Frequenzen oberhalb von 200MHz ein. Dann haben wir mit dem Gewebe zu höheren Frequenzen hin einen sehr breiten Breitbanddetektor.

Was verstehen Sie in diesem Zusammenhang unter einem „Breitbanddetektor“?

Weiterhin möchte ich von Ihnen wissen, welche Konsequenzen sich nach Ihrer Ansicht aus den von Ihnen hier gemachten Ausführungen konkret in Bezug auf die Gesundheit ergeben. Sie suggerieren mit der von Ihnen gewählten Überschrift zumindest einen Zusammenhang mit Elektrosensibilität.

Auf einen Punkt Ihres aktuellen Postings möchte ich hier dennoch eingehen und damit auch gleichzeitig eine Frage von Thomas beantworten:

Die durch die Ionenleitung hervorgerufenen Demodulationen an ionenselektiven Membranen, hätte ich durch die Gleichheit des Mechanismus in den gleichen Frequenzbereich eingruppiert wie die Ionenleitung auch, da es nur eine Folgeerscheinung ist. Also entweder 20MHz oder aber, wenn es Sie nicht viel Überwindung kostet, meine 200MHz durch die oben genannte Argumentation.

Die aus Lipiden bestehende Zellmembran bildet das Dielektrikum eines Kondensators:

[image]

Die daraus resultierende Kapazität Cm führt spätestens ab 10 MHz zur Überbrückung der Zellmembran und damit der Membranproteine.

Das der Mechanismus der „Demodulation von Ionenleitungen an ionenselektiven Membranen“ ein Vorgang ist, der erst bei Überschreitung einer Schwelle stattfindet, ist mir neu. Ich dachte der generische Vorgang hat keine Potentialschwelle zu überwinden, da lediglich die positiven Ionen durch die Membran der Zelle kommen können und ein Rückfluss durch das Diffusionsgefälle zumindest zeitweilig verhindert wird.

Die Effizienz eines (De-)Modulationsvorganges ist grundsätzlich von der zu Grunde liegenden U/I-Kennlinie abhängig. Diese muss zumindest so weit ausgesteuert werden, dass ein nennenswert nichtlinearer Bereich durchlaufen wird. Unterhalb dieses Bereiches bleibt die Entstehung von Mischprodukten unbedeutend.

Prof. Glaser schreibt in diesem Zusammenhang:
„ ... Derartige Prozesse sind prinzipiell aufgrund dielektrischer Eigenschaften von Membranproteinen möglich, allerdings nur in einem Frequenzbereich der Trägerwellen, der weit unterhalb von 10 MHz liegt, also bei welcher die Membran kapazitiv überbrückt wird und die Proteine ihre Rolle als nichtlineare elektrische Bauelemente verlieren. ...“

Haben sie da Informationen über Potentialschwellen?

schauen Sie mal hier:
http://www-ibt.etec.uni-karlsruhe.de/postscript/bsfss2003t2.pdf

Abschließend darf ich Sie nochmals an die Klarstellung der noch offenen Punkte erinnern.

Raylauncher

Tags:
, Glaser, Breitbanddetektor, Potentialschwellen


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